Machtpoker? Jetzt FPÖ-Hass gegen Kanzler Kurz

Die türkis-blaue Koalition betonte stets die harmonische Zusammenarbeit. Das ist nach dem Ende der Regierung vorbei.
Die Koalition von ÖVP und FPÖ ist zerbrochen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bestätigte das Ende am Samstagabend, nachdem am Freitag ein Video aufgetaucht war, das den bisherigen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) an einem Abend in Ibiza im Jahr 2017 zeigt. Kurz rief Neuwahlen aus, bedankte sich aber bei allen Regierungsmitgliedern für die Zusammenarbeit.

"Macht-Totalisierung"

Weniger nette Töne dringen nun aus der FPÖ. Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Petra Steger machte ihrem Ärger am Samstag auf Facebook Luft: "Kurz versuchte diese große innenpolitische Notlage zur Macht-Totalisierung zu missbrauchen."

Kurz soll für eine Fortführung der Koalition den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) verlangt haben. Die Blauen konnten sich darauf nicht einlassen.

CommentCreated with Sketch.950 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die ÖVP habe "versucht uns zu erpressen um einen Herbert Kickl, der sich überhaupt nichts zu Schulden kommen hat lassen, los zu werden nur um sich mehr Macht zu krallen", so Steger. Sie unterstellt der Volkspartei "Machtgier".



"Verantwortungsloses Spiel"

Auch aus Niederösterreich dringen Misstöne. Udo Landbauer beschuldigte Kanzler Kurz, den Koalitionsbruch erpresst zu haben: "Das zeigt, welch ein verantwortungsloses Spiel die ÖVP am Rücken der Bürger treibt. Das ist Wählerverrat auf höchstem Niveau und beweist, dass es der türkisen Mogelpackung in keiner Weise um die Menschen in diesem Land geht", so Landbauer.

Und weiter: "Den besten Innenminister aller Zeiten abschießen zu wollen und daran den Fortbestand der Koalition zu knüpfen, ist der wahre Skandal in diesen Stunden."

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(red)

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