Am Montag gab Ried die Trennung von Chefcoach Andreas Heraf bekannt. Der 54-Jährige befand sich seit Wochen im Krankenstand – eine Zyste im Kehlkopfbereich machte Probleme. Der Plan war, dass der Trainer zurückkehrt, sobald er wieder fit ist. Daraus wird nun nichts. Die Innviertler verkündeten zu Beginn der Länderspielpause, dass es zu keinem Comeback kommt. "In gemeinsamen Gesprächen haben wir festgestellt, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt, in welche Richtung sich der Klub bewegen soll", wurde Geschäftsführer Rainer Wöllinger zitiert. Der Vertrag sei "einvernehmlich" aufgelöst worden.
Im ORF zeigt sich Heraf jedoch wenig begeistert von der Trennung. "Ich verstehe es eigentlich nicht, weil mein Zugang zum Fußball so ist, dass ich Bundesligafußball als absoluten Leistungssport sehe. Leistungssport ist für mich ganz klarer Ergebnissport, also von der Warte ist es natürlich für mich nicht nachzuvollziehen."
Heraf stieg 2020 als Co-Trainer mit Ried in die Bundesliga auf, übernahm im März 2021 als Chefcoach. In 21 Pflichtspielen kassierte nur vier Niederlagen. Er führte den Klub zum Klassenerhalt, übergab ihn Ende September auf Tabellenrang vier.
Als Interimscoach wird Christian Heinle die Mannschaft vorläufig betreuen.