Herbstferien: Lehrer sind "okay", Eltern erbost

Ab Herbst 2020 haben Schüler vom Nationalfeiertag bis Allerheiligen frei. Was Schüler wohl jubeln lässt, freut nicht alle Eltern und Lehrer.
Der Plan von Bildungsminister Faßmann (VP) steht: Im Schuljahr 2020/21 wird es erstmals bundesweit einheitliche Herbstferien von 26.10. bis 2.11. geben.

Dafür werden schulautonome Tage gebündelt und die freien Dienstage nach Ostern und Pfingsten gestrichen. Während sich Lehrervertreter vorsichtig optimistisch zeigen, steigen die Elternvereine der Pflichtschulen auf die Barrikaden.

"Eine Katastrophe"



Größte Sorge: Wer betreut die Kinder, wenn sich kein Urlaub ausgeht? "Das ist eine Katastrophe", sagt Karl Dwulit, Chef der Wiener Elternvereine, zu "Heute":

CommentCreated with Sketch.66 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Was ist mit Kindern, deren Eltern keine Woche frei bekommen? Stehen die dann auf der Straße? Oder verordnet der Minister, dass Landesmittel in die Betreuung fließen müssen?"

Kritisch reagiert auch die Bundesvorsitzende der Pflichtschul-Elternvereine, Evelyn Kometter: "Wir lehnen Herbstferien generell ab. Nur wenn eine qualifizierte, kostenlose Betreuung gegeben wäre, stünde ihnen nichts im Wege."

"Einheitliche Regelung gut"

Wiens Chefin des Elternverbands mittlerer und höherer Schulen, Elisabeth Rosenberger, sieht es positiver: Eine einheitliche Regelung "erleichtert endlich" allen die Planung.

Auch Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Kimberger "kann mit der Lösung leben", auch wenn die Meinungen der Lehrer geteilt seien.

Die SPÖ fordert flankierend einen "massiven Ausbau der Ferienbetreuung". Die Neos wollen nun verkürzte Sommerferien.

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