Politik

Herr Niessl, die OBB haben den Zug geschrumpft!

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:13

40 Prozent der rund 120.000 burgenländischen Erwerbstätigen pendeln zur Arbeit in ein anderes Bundesland. Die meisten nach Wien. Für "Heute" Grund genug, Landeshauptmann Niessl (SP) zum Öffi-Talk in einen Pendler-Zug von Parndorf nach Wien zu bitten - wo er nicht nur ehrfürchtige Blicke erntete: Es gäbe zu wenig Sitzplätze.

40 Prozent der rund 120.000 burgenländischen Erwerbstätigen pendeln zur Arbeit in ein anderes Bundesland. Die meisten nach Wien. Für "Heute" Grund genug, Landeshauptmann Niessl (SP) zum Öffi-Talk in einen Pendler-Zug von Parndorf nach Wien zu bitten - wo er nicht nur ehrfürchtige Blicke erntete: Es gäbe zu wenig Sitzplätze.

7.40 Uhr. Am Bahnsteig "Parndorf Ort" steht Hans Niessl mit seinem fünfköpfigen Team. Im Gepäck 100 T-Shirts mit der Aufschrift "I love Burgenland". "Um die zu verteilen, brauchen wir keinen Wahlkampf", scherzt Niessl. Wie häufig er mit den Öffis fährt? "Nicht oft", sagt er ehrlich. "Aber hin und wieder begleite ich Pendler - auch im Bus." Warum? "Um zuzuhören."

Wir kaufen Tickets, der Zug fährt ein. 7.51 Uhr. Niessl legt los. "Darf ich Ihnen ein Shirt überreichen?", fragt er jeden Passagier, der nicht döst. In 37 Fahrt-Minuten wird er so 19 Leiberl los. Manchmal kommt mehr als Smalltalk zustande. Häufigster Kritikpunkt: "Der Zug müsste länger sein", sagt etwa Ingrid P. aus Bruck. Auch Herbert F. aus Gattendorf stört der Platzmangel.

Markus F. aus Potzneusiedl und Thomas B. aus Parndorf erinnern sich, dass es auf dieser Strecke früher mehr Sitzplätze gab. Niessl verspricht: "Ich werde ÖBB-Vorstand Kern vorschlagen, längere Garnituren einzusetzen." Klar, wer das Burgenland regiert, muss die Pendler vertreten…

E. Nuler

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