Bei Herrmann stehen 600 Rennautos in der Garage

Herrmann Pesendorfer hat 600 Formel-1-Modellautos zu Hause.
Herrmann Pesendorfer hat 600 Formel-1-Modellautos zu Hause.Wolfgang Spitzbart
Hermann Pesendorfer (57) aus Altmünster hat insgesamt 600 Formel-1-Autos im Modellformat bei sich zu Hause.

Eigentlich hätte die neue Formel-1-Saison wie jedes Jahr auch heuer im März in Australien beginnen sollen. Doch wie auch in allen anderen Sportarten blieben auch in der Königsklasse des Motorsports aufgrund der Corona-Krise die Boliden in der Garage. Wie berichtet, geht's jetzt aber wieder los: am kommenden Sonntag beim Grand-Prix am Red-Bull-Ring in Spielberg.

Einen, den die Zwangspause besonders hart getroffen hat, ist Hermann Pesendorfer. Der 57-jährige Starkstrom-Monteur aus Altmünster (Bez. Gmunden) ist der wohl größte Formel 1-Fan des Landes. Der zweifache Familienvater war schon auf fast allen europäischen Rennstrecken live dabei. Er hat auch viele Autogrammkarten der Weltmeister.   

Von Jochen Rindt über Niki Lauda bis hin zu Sebastian Vettel – all diese Motorsport-Stars haben beim 57-Jährigen schon unterschrieben. "Ich habe Unterschriften von 90 Prozent der Weltmeister. Von Jochen RIndt habe ich drei Autogramme. Vom aktuellen Champion, von Lewis Hamilton, fehlt es mir noch", schmunzelt Pesendorfer.

Modelle im Maßstab 1:43

Das ist aber längst nicht alles. Auch in seinem Haus in Altmünster ist die Formel 1 allgegenwärtig. So hat der leidenschaftliche Sammler insgesamt 600 Modellautos der Flitzer. All diese Boliden sind im Maßstab 1:43 und parken in mehreren Vitrinen. "Wären sie größer, würde der Platz bei mir zu Hause nicht ausreichen", so Pesendorfer im "Heute"-Gespräch. 

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All seine Fahrzeuge sind gut sichtbar in Glas-Vitrinen ausgestellt. Für seine imposante Sammlung (Pesendorfer hat, wie berichtet, auch 25.000 Comic-Hefte zu Hause) hat er extra einen 40 Quadratmeter großen Raum. "Hierhin ziehe ich mich oft zurück, um meine Comic-Hefte zu lesen oder eben die Autos anzusehen", so der 57-Jährige.

Die Modellautos stehen nicht nur einfach so in der Vitrine. Nein, Pesendorfer hat seine kleinen Flitzer genau gekennzeichnet nach Modell, Jahrgang und Fahrer. "Genau das macht eine Sammler-Leidenschaft ja aus. Es wäre doch nicht schön, würde ich alle einfach in der Verpackung lassen", sagt der 57-Jährige.

Bei 32 Grand-Prix in Europa dabei

Seit vielen Jahren verfolgt der Familienvater nun schon die Geschehnisse in der Formel 1. Insgesamt 32 Mal stand er schon auf den Tribünen an den Rennstrecken. Pesendorfer: "Außer am Nürburgring war ich in Europa eigentlich schon überall. Alleine in Monaco war ich drei Mal."

Einige Ex-Formel-1-Stars wie Gerhard Berger, Marc Surer oder Alain Prost sind ihm auch schon über den Weg gelaufen. "Wir haben ein paar Worte miteinander geplaudert. Sie sind alle eigentlich sehr umgänglich", so Pesendorfer.

Schon am Sonntag kann er wieder die echten Formel-1-Boliden bestaunen. Vielleicht ist er beim Auftakt in Spielberg live vor Ort. Auch dort war er ja schön öfters ...

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