"Moyo" verzaubert Besucher

Herz im Fell – Zoo freut sich über seltenen Nachwuchs

Eine Geburt, die selbst Tierpfleger staunen ließ: Im Zoo Schmiding kam Giraffenbaby "Moyo" zur Welt – mitten am Tag vor den Augen der Besucher.
Oberösterreich Heute
26.05.2026, 16:39
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Tierischer Nachwuchs im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels! Vor wenigen Tagen brachte Giraffenmama "Sarah" ein gesundes Jungtier zur Welt – und der kleine Bulle sorgt schon jetzt für große Emotionen. Sein Name: "Moyo", übersetzt "Herz".

Passender könnte er kaum sein, denn auf seiner Fellzeichnung trägt das Mini-Giraffenbaby tatsächlich eine herzförmige Zeichnung. Besonders spektakulär: Die Geburt spielte sich mitten am Tag direkt vor den Augen der Besucher ab.

Plötzlich platzte auf der Außenanlage die Fruchtblase – sofort reagierten die Tierpfleger und brachten Sarah in den Stall. Dort wurde die Geburt genau überwacht. Wenig später tauchten bereits die langen Vorderbeine des Babys auf, dann das kleine Schnäuzchen – und schließlich plumpste der kleine Moyo aus rund zwei Metern Höhe auf den Boden.

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Schon neuntes Giraffenbaby

Was dramatisch klingt, ist bei Giraffen völlig normal: "Dieser Geburtssturz hilft dabei, Kreislauf und Atmung des Jungtiers in Gang zu bringen", erklärt Tierpflegerin Selina Wiener. Lange Pause gönnte sich der kleine Bulle aber nicht: Kurz nach der Geburt versuchte Moyo bereits aufzustehen. Wenig später trank er schon die ersten Schlucke Muttermilch.

Für den Zoo Schmiding ist der Nachwuchs ein echter Erfolg: Moyo ist bereits das neunte Giraffenbaby, das hier in den vergangenen Jahren geboren wurde. Hinter den Kulissen steckt jahrelange Arbeit der Tierpfleger und internationale Zusammenarbeit im Artenschutz. Denn die Tiere in Schmiding gehören zu einer ganz besonderen und stark bedrohten Unterart.

"Am meisten gefährdeten Giraffen überhaupt"

Die Nubischen Giraffen zählen mittlerweile zu den seltensten Giraffen überhaupt. Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN leben weltweit nur noch rund 455 erwachsene Tiere in freier Wildbahn. Erst seit dem Vorjahr werden Giraffen wissenschaftlich überhaupt in vier eigene Arten eingeteilt – ein wichtiger Schritt für den Schutz der Tiere.

"Unsere Giraffen gehören zu den am meisten gefährdeten Giraffen überhaupt", erklärt Zoodirektor Andreas Artmann. Umso wichtiger sei die Nachzucht in Zoos. Besucher können den kleinen Moyo übrigens schon jetzt bei seinen ersten tapsigen Ausflügen auf die Außenanlage beobachten.

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