TV-Premiere

Herzchaos: Schauspielerinnen stecken in Beziehungskrise

Zur Premiere der queeren Familienkomödie "So haben wir dich nicht erzogen" am 18. März hat "Heute" mit den beiden Protagonistinnen gesprochen.
Anna Wallinger
16.03.2026, 09:44
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Am Mittwoch, dem 18. März, bringt ORF 2 mit "So haben wir dich nicht erzogen" eine erfrischende Komödie über Liebe, Familie und unerwartete Veränderungen. Unter der Regie von Michael Kreihsl erleben Brigitte Hobmeier und Gerti Drassl ein Familienchaos, das ihre Welt kräftig durchrüttelt. Die Komödie entfaltet ein amüsantes Spiel aus Familienturbulenzen, Geheimnissen und verschiedenen Lebensentwürfen.

Balbina (Hobmeier) und Inka (Drassl) haben über 20 Jahre eine vermeintlich perfekte Familie aufgebaut. Ihre Tochter Hedwig (Alina Schaller) war das Musterkind, politisch korrekt und stets verlässlich – bis plötzlich Andreas (Julian Pichler) auftaucht, ein Mann, der nicht nur Hedwigs Herz erobert, sondern auch heiraten will. Plötzlich sind nicht nur die Eltern durcheinander, sondern auch der beste Freund Edgar (Thomas Mraz), Hedwigs zukünftige Schwiegereltern aus Tirol (Carmen Gratl, Roland Silbernagl) und der schrullige Nachbar Toni (Wolfgang Böck) mischen sich ein.

"Nach 25 Jahren möchte ich mich neu definieren"

Im Heute-Interview beschreibt die sympathische Südtirolerin Gerti Drassl, worum es im Film und in der Beziehung zu ihrer Frau Balbina wirklich geht: "Wir steigen in eine Beziehung ein, die schon 25 Jahre alt ist, und plötzlich prallen ganz unterschiedliche Bedürfnisse an einem einzigen Nachmittag aufeinander. Ich habe als Inka nie einen Widerspruch zwischen Feministin und Hausfrau gesehen – ich habe mich als Mutter sehr angekommen gefühlt." Und dennoch sehnt sich ihre Rolle nun nach Veränderung.

Der Film erzählt offen und schonungslos von den kleinen Problemen, die sich im Laufe der Jahre in Beziehungen einschleichen – egal, ob homogen oder heterogen. Gerti Drassl erklärt in diesem Zusammenhang: "Es geht nicht um Geschlechter, sondern um Machtstrukturen. Man kann nach langer Zeit den Respekt voreinander verlieren – egal, ob gleichgeschlechtlich oder nicht."

Leidenschaft, Macht und das Chaos der Gefühle

Die beiden Schauspielerinnen scheinen sich zumindest abseits der Kameras über die Beziehungsdynamik von Balbina und Inka einig zu sein. Die 50-jährige Münchnerin Brigitte Hobmeier meint zur Filmthematik: "Egal, ob homo- oder heterosexuell – es gibt immer ein macht-hierarchisches Verhältnis. Nicht immer ist einer böse und der andere das Opfer."

Zu der besserwisserischen Hardcore-Feministin Balbina fügt sie hinzu: "Balbina brennt für ein Thema – egal, ob Feministin oder Generalsekretärin. Ihre Leidenschaft steckt an." Über das Liebesleben allgemein sagt sie: "Die Vorstellung, homogene Beziehungen seien harmonischer, ist nur eine Annahme. Wir alle kämpfen mit Eifersucht, Verletzungen und Verlassenheitsgefühlen."

Und den schönsten Satz, mit dem sie das Interview abschließen könnte, lautet: "Wer kein starkes Herz hat, gerät ins Chaos. Aber mit einem starken Herz schafft man es vielleicht besser durch."

Die Komödie "So haben wir dich nicht erzogen" ist am Mittwoch, den 18. März um 20.15 Uhr auf ORF 2 und ORF ON zu sehen.

{title && {title} } wall, {title && {title} } Akt. 16.03.2026, 09:50, 16.03.2026, 09:44
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