"Heute" bei Ninja Warrior: "Kann nicht so schwer sein"

"Heute"-Reporter David wagte den Selbstversuch. 
"Heute"-Reporter David wagte den Selbstversuch. Mathias Kniepeiss
Adrenalin, ordentlich Stahl und ganz viel Wasser. Die Rede ist von "Ninja Warrior". Bevor die Profis ran durften, versuchten wir unser Glück.

Wer lag nicht schon einmal vorm Fernseher mit Chips auf der Couch und dachte sich dabei: "Das krieg ich doch auch hin". Ich bekenne mich schuldig! Während sich die muskelbepackten Athleten von Hindernis zu Hindernis hangeln, rede ich immer wieder vorlaut daher. Als klar war, dass "Ninja Warrior" nach vier Jahren Pause wieder nach Österreich zurückkehrt, war für mich klar: Ich habe keine Wahl. Jetzt muss ich meinen Mann stehen und mich vor Ort beweisen.

Dabei war das gar nicht so einfach. Die Kollegen von Puls4 rieten mir zunächst von meiner Idee ab: "Das ist kein Spielplatz". Stur wie ich bin, ließ ich mich aber nicht von meiner Teilnahme abbringen. Im Gegenteil: Während der Fahrt nach Premstätten meinte ich zu meinen Begleitern, dass ich das schon hinkriegen werde. Immerhin "kann das ja nicht so schwer sein", scherzte ich mehrmals.

Tipp vom Profi: "Step by step"

Das Lachen verging mir dann vor Ort so richtig. Als unser "Heute"-Team in die gigantische "Warrior"-Halle gebracht wurde, realisierte ich erst so richtig, auf was ich mich hier eingelassen habe. Die realen Hindernisse sehen in echt um einiges imposanter aus, als auf dem TV-Bildschirm – und bereits dort sehen die ziemlich angsteinflössend aus. 

Bevor es aber für mich zum Start ging, holte ich mir noch ein paar Tipps von "Last Woman Standing", Stefanie Noppinger. Die Top-Athletin erklärte mir kurz vor meinem Run, dass ich mir nicht den gesamten Parcours ansehen, sondern mich einfach auf die einzelnen Hindernisse einlassen soll: "Step by step". 

Dann war es soweit: Ich wurde zum Podest gerufen, wo es dann losgehen sollte. Und bereits bei den Stufen nach oben, hatte ich Angst, daneben zu treten. Beste Voraussetzungen für den Hindernislauf also... 

Ziele wurden relativiert

Nach einer kurzen Vorstellung ging es dann ohne viel Umschweife los. Mein Ziel hat sich mittlerweile ein wenig relativiert: Ich wollte zumindest das erste Hindernis packen. Das wäre doch machbar. Oder? Mein Problem war jedoch, dass ich zu sehr zu nachdenken begann. Tatsächlich bin ich überzeugt davon, dass ich in einer anderen Umgebung den ersten Sprung mit Leichtigkeit geschafft hätte. Aufgrund des Drucks (den ich mir selbst auferlegt habe), der vielen Kameras und der Zuschauer, war die Situation eine ganz andere.

Es kam also wie es kommen musste: Ich trat ordentlich daneben! Meine Hände bekamen die erste Plattform aber noch irgendwie zu fassen. Ob es das besser machte, weiß ich nicht. Weil nun konnte ich gefühlt eine Stunde lang einfach nur jämmerlich herumhängen. Geschah mir irgendwie recht. 

Parcours ist KEIN Spielplatz

Während ich da so hing dachte ich mir nur: "Ich bin nicht drei Stunden hergefahren, um direkt am Anfang auszuscheiden". Tatsächlich hat mich der Gedanke so sehr angespornt, dass ich es mit aller Kraft geschafft habe, mich auf die erste Plattform zu zerren. Das große Problem war jedoch, dass ich danach noch einige Hindernisse vor mir hatte. 

Irgendwie (und ich kann mich nicht mehr daran erinnern) habe ich es aber dennoch bis zur dritten Hürde geschafft. Dort war dann Endstation! Ich bekam meine wohlverdiente Abkühlung, für mein vorlautes Mundwerk. Mein Fazit: Den Parcours sollte ich wohl doch den Profis überlassen. Es ist nämlich tatsächlich KEIN Spielplatz. 

Aber immerhin habe ich es ein wenig weiter geschafft als mein Kollege, Andre. Das könnt ihr alles im Video oben nachsehen! 

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