Politik

"Heute"-Umfrage: 39 Prozent wollen Dosko an SPÖ-Spitze

Wer soll die SPÖ in die nächste Wahl führen? Das Präsidium beschließt die Spielregeln für die Befragung. Die Österreicher haben eine klare Meinung.

Heute Redaktion
Rendi-Wagner und Doskozil rittern um Parteivorsitz.
Rendi-Wagner und Doskozil rittern um Parteivorsitz.
ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Die SPÖ ringt am Montag um einen Modus, wie man die Mitgliederbefragung wieder in geregelte Bahnen lenken kann. Tirols Vize-Landeschef Georg Dornauer donnerte vor der neuerlichen Präsidiumssitzung im Parlament, man müsse jetzt "retten, was zu retten ist".

Wie berichtet, rittern mittlerweile nicht weniger als 73 Personen um den SPÖ-Vorsitz  Die aussichtsreichsten Bewerber um den roten Chefsessel sind freilich Amtsinhaberin Pamela Rendi-Wagner, Burgenland-Chef Hans Peter Doskozil und Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler.

Gleich viele für Dritten wie für Rendi

Doch wen wünschen sich die Österreicher an der Spitze der Partei? "Heute" befragte gemeinsam mit "Unique Research" 800 repräsentativ ausgewählte Menschen, wen sie sich am ehesten an der Spitze der Sozialdemokratie vorstellen können. Die Meinung im Land ist eindeutig: 39 Prozent sprechen sich für Landeschef Hans Peter Doskozil aus. Die amtierende SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner kommt dagegen nur auf 26 Prozent, ebenso viele wollen keinen von beiden. Die Umfrage wurde durchgeführt, bevor Andreas Babler seine Kandidatur für den Vorsitz bekanntgegeben hat. 

Dosko würde Kurz-Wähler abräumen

"Heute" stellte auch die Sonntagsfrage mit zwei Varianten. Ergebnis: Mit Rendi-Wagner droht der dritte Platz hinter Kickl und Nehammer. Doskozil hingegen würde die SPÖ zu einem deutlichen Wahlsieg mit 31 Prozent der Stimmen führen. Er würde frühere Kurz-Wähler aus dem bürgerlichen und freiheitlichen Lager wieder zurück zu den Roten holen, erhob "Unique Research".

Dunst kämpfte für ihren Landeschef

Genau auf dieses Argument pochte Burgenlands Landtagspräsidentin Verena Dunst am Sonntag in der ORF-Diskussionsreihe "Im Zentrum". In einem kämpferischen Auftritt lobte sie die sozialpolitischen Errungenschaften Doskozils, die nicht rechts wären. Die Mitglieder seien "der Souverän" und würden entscheiden. Video siehe unten: