Lockdown-Ende? "Es ist nicht alles happy peppy!"

Jolanda (70): "Hurra, hurra, ich möchte ins Theater, ins Kabarett, ich möchte überall hingehen!"
Jolanda (70): "Hurra, hurra, ich möchte ins Theater, ins Kabarett, ich möchte überall hingehen!"Alexandra Diry
In einer "Heute"-Straßenumfrage äußern sich die Wiener zu den bevorstehenden Öffnungsschritten, den Gastro-Regeln und ihren persönliche Plänen.

Frühestens ab 17. Mai könnte die Bundesregierung den vierten Lockdown in Österreich beenden und Wirtschaft, Gastro, Sport, Kultur und Tourismus – unter strengen Auflagen – wiederbeleben. Das bedeutet, wer etwa ins Theater oder Wirtshaus möchte, muss dann digital oder auf Papier Testergebnisse vorweisen.

Barry (72) findet den Zeitpunkt kritisch: "Alle wollen Triagen in den Intensivstationen vermeiden und Wien ist auch für Niederösterreich und Burgenland zuständig. Intensivbettenmäßig wird es schwierig." Auch Jörg (48) hält Euphorie für unangebracht (48): "Es ist ein weltweites Problem, wir können jetzt nicht so tun, als ob alles happy peppy wär – das Infektionsgeschehen hängt von so vielen Faktoren ab."

Natascha (47) freut sich über das Ende der scharfen Maßnahmen: "Es ist die Gesellschaft die man wieder möchte. Ob Restaurant oder anderes, man möchte sein soziale Umfeld wieder haben." Jolanda (70) wartet sehnsüchtig auf das Lockdown-Aus: "Ich möchte ins Kaffeehaus gehen, flanieren, shoppen, ganz einfach ein normales Leben führen."

Für Renate (52) kommt es auf Disziplin und Verantwortung an: "Die Öffnungsschritte kommen nicht zu früh, aber es ist die Inkonsequenz der Menschen und da können wir öffnen und schließen so oft wir möchten, solange die Leute sich nicht an die Maßnahmen halten."

Grüner Pass: Von "Hurra, hurra" bis zum "Schummelpass"

Jolanda jubelt auf den grünen Pass angesprochen: "Hurra, hurra, dann kann ich ins Theater oder Kabarett, ich möchte überall hingehen!" Das Vorweisen eines Befundes ist kein Problem für sie: "Das stört mich überhaupt nicht. Ich mache jede Woche Tests und als ich letztes Jahr zum Frisör gegangen bin, hab ich ja auch Testergebnisse hergezeigt. Es gibt so viele Teststraßen, also ist das kein Problem."

Natascha sieht das ähnlich: "Wenn man so wie zuletzt beim Frisör, auch für andere Orte einen Eintrittstest braucht, ist das absolut in Ordnung. Am liebsten würde ich mit meinen Freundinnen einen Tag in der Therme verbringen." Renate hat zwei Vorhaben: "Ich bin absolut für den grünen Pass, dann gehe ich gleich zum Frisör, weil ich war letztes Mal im vergangenen Jahr. Danach würde ich endlich wieder Sushi essen gehen!"

Gitarrenlehrer Jörg würde die Wiederbelebung der Kultur gefallen: "Kultur wäre super, wenn notwendig mache ich dafür auch einen Test!" Gleichzeitig plädiert er für sinnvolle Öffnungsschritte: "Der Einzelunterricht war letztes Jahr nicht möglich, während die Biergärten und Fußballstadien im Juni geöffnet waren."

Für Barry bedeutet der grüne Pass nicht gleich die Rückkehr zur Normalität: "Bedingungslos mit Freunden treffen wird erst mit einer Durchimpfung möglich sein. Mein Bedenken ist, dass viele, die jetzt unbedingt ins Wirtshaus wollen, beim Testen schummeln könnten." Alle Statements gibt es im unteren Video.

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