Hier bricht Wladimir Putin live im TV in Tränen aus

Auf einem Video ist gar zu sehen, wie der Kreml-Chef mit den Tränen kämpft.
Auf einem Video ist gar zu sehen, wie der Kreml-Chef mit den Tränen kämpft.AFP
Wladimir Putin hat die Mütter von im Krieg gefallenen Soldaten bei sich empfangen. Auf Videos ist der Kreml-Chef mit Tränen in den Augen zu sehen.

Mehr als neun Monate nach dem Beginn des von ihm angeordneten Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin Mütter getöteter Soldaten getroffen. Staatliche russische Medien veröffentlichten am Freitag ein kurzes Video, das zeigt, wie Putin mehr als ein Dutzend ausgewählter Frauen in seiner Residenz in Nowo-Ogarjowo im Moskauer Gebiet empfängt und ihnen Kaffeetassen reicht. Dabei zeigt sich der Kreml-Chef emotional und kämpft gar mit den Tränen.

Das ist das Tränen-Video von Putin

Putin gibt den Trostspender

Den offiziellen Angaben zufolge waren insgesamt 17 Frauen aus verschiedenen russischen Regionen sowie aus völkerrechtswidrig von Moskau annektierten Gebieten der Ostukraine angereist. Sie wurden aber nicht zufällig für dieses Treffen ausgewählt. Sie sind bekannt dafür, dass sie dem Kreml nahe stehen. So ist unter ihnen beispielsweise Nadezhda Uzunova unter ihnen, die in der Organisation "Combat Brotherhood" dafür verantwortlich ist, humanitäre Hilfe für die Mobilisierten zu organisieren. Auch hielt sie eine Rede an einer Feier auf dem Roten Platz in Moskau, bei der die Annahme der Scheinreferenden gefeiert wurde.

Auch teilgenommen hat Olesya Shigina. Die Regisseurin dreht orthodoxe patriotische Filme. "Der Weg" beispielsweise handelt von einer Reise zweier Freunde durch Russland. Dabei machen sie Pausen bei Klöstern, wohnen bei Familien und fragen nach, wie Russland lebt.

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"Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir diesen Schmerz mit Ihnen teilen, und dass wir natürlich alles dafür tun werden, damit Sie sich nicht vergessen fühlen", sagte Putin laut Agentur Interfax bei dem Treffen. "Wir tun alles uns Mögliche dafür, dass Sie eine Schulter an Ihrer Seite spüren."

Frauen gehen auf die Straße

Angesichts militärischer Niederlagen sind auf Putins Befehl seit Ende September rund 300.000 Reservisten für die Kämpfe in der Ukraine eingezogen worden. Die Teilmobilmachung erwies sich als äußerst unpopuläre Massnahme und löste in Russland eine regelrechte Massenflucht sowie die grössten Anti-Kriegs-Proteste seit Monaten aus. Organisiert wurden die Demonstrationen oft von Frauen.

Kritiker beklagen, dass der Kreml schlecht ausgebildete Männer in einem aussichtslosen Krieg als Kanonenfutter verheize. Zudem häuften sich in den vergangenen Wochen Berichte über völlig unzureichend ausgerüstete Rekruten. Aktuellen Einschätzungen britischer Geheimdienste zufolge ist eine hohe Zahl der eingezogenen russischen Reservisten bereits in der Ukraine gefallen.

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