Hier gibt's kein Pardon für Verkehrssünder

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Verstöße gegen Verkehrsregeln haben im Ausland teils hohe Strafen zur Folge. Wo Sie im Urlaub besonders aufpassen sollten, um ihre Nerven und Geldbörse zu schonen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Teilweise werden Verstöße, die hierzulande mit einer Geldstrafe abgewickelt werden, im Ausland mit Freiheitsstrafen oder der Beschlagnahmung des Autos geahndet. In manchen Ländern sind Geldstrafen wegen Verkehrsdelikten außerdem gehaltsabhängig. Wer denkt, dass er als Urlauber ungeschoren davonkommt, der irrt. Seit 2010 werden offene Strafen aus dem EU-Ausland auch in Österreich eingetrieben. Möglich ist auch eine Einforderung der Strafe bei der Wiedereinreise in das Urlaubsland.

Hier ist ein Überblick über die Regelungen in beliebten Urlaubsländern der Österreicher:

Italien: Bei unseren südlichen Nachbarn erwarten Verkehrssünder besonders ungewöhnliche Strafen. Beispielsweise kosten von 22 bis 7 Uhr u. a. Geschwindigkeitsübertretungen und das Übersehen einer roten Ampel um ein Drittel mehr als tagsüber. Das heißt aber nicht, dass man bei Tageslicht günstig davon kommt: Bei einer Geschwindigkeitsübertretung um 20 km/h drohen bereits mindestens 170 Euro. Mindestens 160 Euro werden fällig, wenn man am Steuer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert.

Weiters sind die Strafen für Alkolenker extrem hoch. Ab einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,5 Promille droht die Beschlagnahmung des Fahrzeuges und im schlimmsten Fall sogar die Enteignung.

Spanien: Eines der beliebtesten Urlaubsziele der Österreicher geht besonders rigoros gegen Falschparker vor. Bis zu 200 Euro sind für dieses Vergehen zu zahlen. Wer den Gurt nicht anlegt, muss auch tief in die Tasche greifen: Der Strafrahmen dafür beginnt bei 200 Euro. Alkolenkern drohen ab 1,2 Promille drei Monate Gefängnis.

Skandinavien: Europäische Spitzenreiter bei der Höhe der Strafen sind die skandinavischen Länder. Beispielsweise wird in Norwegen zu schnelles Fahren ab 430 Euro geahndet, für Rotlicht- und Überholverstöße können sogar 630 Euro fällig werden. In Finnland orientiert sich der Strafrahmen häufig am Einkommen – wer mehr verdient, zahlt auch mehr. In Schweden können Alkolenker, die mit mindestens 1,0 Promille unterwegs sind, sogar mit Gefängnisstrafen von mindestens einem Monat rechnen.

Schweiz: Generell werden in der Schweiz für Verkehrsverstöße empfindlich hohe Geldstrafen verhängt. Wer zu schnell fährt, riskiert beispielsweise neben einer Enteignung des Fahrzeuges auch eine Freiheitsstrafe. Als "Raser" gilt bei den Eidgenossen, wer innerorts über 50 km/h, außerorts 60 km/h und auf Autobahnen 80 km/h zu schnell unterwegs ist. Wer erwischt wird, kann mit mindestens einem Jahr Gefängnis und Einziehung sowie Verwertung des Kfz rechnen.

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