Kurz nach 19 Uhr blieb am Donnerstag eine Garnitur der U4 in der Station Stadtpark liegen. Danach wurde geschoben, was das Zeug hält.
Kein ungewöhnlicher Anblick, könnte man glauben. Doch die Angestellten der Wiener Linien lösten das Problem mit einer gehörigen Portion Kreativität.
Leserreporter Thomas Seidl war dabei, als der Folgezug in die Station im dritten Bezirk einfahren wollte und das Gleis besetzt vorfand. Daraufhin zögerte das Personal nicht lange und die nachkommende U-Bahn-Garnitur schob die defekte kurzerhand aus der Station. Das "sieht man auch nicht alle Tage...", freute sich Seidl und zückte seinen Fotoapperat.
Wiener Linien-Sprecher Dominik Gries erklärte, dass, da der Nachfolgezug am schnellsten vor Ort ist, diese "Schiebungen" öfter vorkommen. Der Zug am Donnerstag blieb wegen eines Bremsdefektes liegen. Als der nächste, vollbesetzte Zug eintraf, erlebten die Fahrgäste die Rettungsaktion hautnah mit. Ruck-Zuck war der Zauber aber auch schon wieder vorbei und die kaputte Garnitur landete am nächstbesten Abstellgleis.