Vergangene Woche in der Mittwochnacht hatte Blaulicht den Himmel über Wien durchflutet. Grund dafür war ein Reisebus, der in das Gebäude der U-Bahn-Station Alser Straße krachte. Augenzeugen berichteten, dass das Fahrzeug den Hernalser Gürtel entlang rollte, bevor ihn die Mauer aufhielt.
Auf seinem Weg mähte der "Geisterbus" - weder Fahrer noch Passagiere befanden sich im Bus - eine Ampel und einen Masten der U-Bahnstation nieder. Eine 20-Jährige konnte dem heranrollenden Gefährt in letzter Sekunde ausweichen. Sie verletzte sich dabei leicht.
Gemeinde erteilte Auftrag
Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte gegenüber "Heute" letzte Woche, dass sie keine Anweisungen von der Polizei bekommen haben, den Reisebus abzuschleppen. Die Polizei wiederum sah das als gar nicht notwendig, das der Bus den Verkehr nicht behindert.
Jetzt schritt aber die Gemeinde Wien ein. Am Dienstagabend rückte der Toman-Abschleppdienst an, die Kosten für die Aktion belaufen sich auf etwa 3.000 Euro. Diese muss der Steuerzahler tragen. Ob die Summe auf den Besitzer des Busses abgewälzt werden kann, ist unklar.
Die Bilder aus der Nacht des Unfalls:
(red)