Hier wird kahler Wiener Christbaum aufgehübscht

Bevor der Christbaum am Rathausplatz im Advent strahlen kann, sind erst einmal die Beauty Docs dran: Mit rund 150 Ästen hübschen sie die Fichte auf.

Vergangene Woche wurde der Weihnachtsbaum am Rathausplatz (City) mit Verzögerung aufgestellt. Nun wird die 33 Meter hohe Fichte aus Oberösterreich aufgehübscht. Heuer soll der Baum ganz besonders schön werden. "Wien hat einen schönen Baum verdient – ganz besonders in diesem Jahr", erklärt Dominik Heinrich. Der Stützpunktchef der Wiener Stadtgärten im Rathauspark und das Team der Baumpfleger sind seit Donnerstag am Rathausplatz am Werk. Wie jedes Jahr ist es ihre Aufgabe, den Weihnachtsbaum der Wienerinnen und Wiener nach dem Transport aus einem Bundesland für den großen Auftritt im Advent das "notwendige Feintuning" zu geben. 

Die "Beauty-Docs" für den Weihnachtsbaum sind dieses Jahr besonders motiviert: Denn im Jahr der Corona-Pandemie und nach dem Anschlag in der Inneren Stadt soll der Baum am Rathausplatz ein Zeichen der Zuversicht und des Optimismus sein.

Hölzerne Schönheitskur in luftiger Höhe

Mit Klettergurt am Stamm gesichert, überprüfen die Baum-Profis in mehr als 30 Metern Höhe jeden Ast und ergänzen Fehlstellen. Ziel ist, dass der Baum auch nach dem Transport am Rathausplatz gleichmäßig ausschaut. Mehr als 150 Äste liegen zum Ausbessern bereit und werden dort eingesetzt, wo der Baum beim Fällen und durch den Transport Äste verloren hat.

Wegen des Anschlags in der Inneren Stadt konnte der Baum nicht – wie geplant – am Dienstag aufgestellt werden, sondern lag länger am Sattelschlepper. Schäden durch Transport und Fällen sind unvermeidbar, erklärt Heinrich, der aber beruhigt: "Wir haben noch jeden Baum gut ausschauen lassen".

Äste schweben mit Hebekran zum Ausbessern empor

Die Äste zur "Reparatur" werden jetzt von den Profis der Stadt mittels Hebebühne in 33 Meter Höhe gebracht und an der richtigen Stelle mit Schrauben und Draht am Baum befestigt. Vorher werden die Äste mit einer Maschine und Hobel zurechtgeschnitten. Seit Jahren steuert mit "Frosty" ein echter "Weihnachts-Profi" den Kran am Rathausplatz: Der Baumpfleger der Wiener Stadtgärten verdankt seinen Spitznamen aber nicht der Weihnachtstradition, sondern dem Umstand, dass er eingefleischter Eishockey-Fan ist.

Zwei bis drei Tage haben "Frosty" und seine Kollegen nun Zeit, um dem Baum zu verschönern und "aufzupolstern". Dann kommen die Elektriker und montieren rund 2.000 LED-Lichter für die Festbeleuchtung des Baums. Das LED-Licht schmückt den Rathausplatz nicht nur mit weniger "Lichtverschmutzung" nach oben, sondern spart ungemein viel Energie. Feierlich illuminiert wird die Weihnachtsfichte dann rechtzeitig zum Beginn des Advents.

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