Highend-Surface überzeugt mit Riesen-Akku

Das Surface Book mit Performance Base.
Das Surface Book mit Performance Base.Bild: Rene Findenig
Mit dem Surface Book und der Performance Base hat Microsoft ein Luxusnotebook geschaffen. Wir haben darauf gearbeitet.

Zwischen 2.599 (256GB / Intel Core i7 - 8GB / dGPU) und 3.649 Euro (1TB / Intel Core i7 - 16GB / dGPU) muss man für das Surface Book mit Performance Base hinblättern. Ein stolzer Preis für das 2-in-1-Luxusnotebook von Microsoft. Heute Digital hatte die Möglichkeit, das Gerät mit 13,5-Zoll-PixelSense-Display und Magnesiumgehäuse auszuprobieren.

Das erste Surface Book konnte die Konkurrenz vor allem bei der Leistung ausstechen. Da ist bewundernswert, dass Microsoft die Leistung beim neuen Gerät noch einmal verdoppeln konnte. Am Design hat sich dagegen nicht sehr viel geändert. Das Herzstück ist das Tablet, natürlich mit Touchbedienung, aber auch Stift-Unterstützung. Der zweite Teil, die Performance Base, ist nicht nur eine Tastatur mit Anschlüssen, in die das Tablet gedockt wird. Sie enthält auch einen Grafikchip sowie einen zusätzlichen Akku.

Auffällig ist das Scharnier der Performance Base, das etwas klobig wirkt, dafür das Gerät aber unverwechselbar macht. Der Nachteil ist zwar die wenig filigrane Umsetzung, dafür ist es äußerst robust und hält mehr aus als Cover- oder Gelenklösungen anderer Hersteller. Allerdings macht es das Surface Book im gedockten Zustand auch schwerer als viele Mitbewerber.

Meisterliche Grafikleistung

Etwas verwundert, dass Microsoft nicht die aktuellsten Prozessoren der siebenten Generation verbaut hat, sondern jene der sechsten. Gut, 99 von 100 Usern werden den Leistungsunterschied nicht merken, denn das Surface Book schupft auch so jede noch so große Aufgabe, ohne ins Schwitzen zu kommen oder zu ruckeln. Insgesamt dürfte die Leistung mit den Spitzengeräten anderer Hersteller wie Apple oder HP mithalten. Erst unter Extrembelastung meldet sich der Lüfter zu Wort, warm wird das Surface Book kaum.

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Umso überraschender ist, dass das Surface Book ein Grafikmonster ist. Ein Nvidia GeForce GTX 965M Chip (2 GB GDDR5 Arbeitsspeicher) macht es möglich, dass selbst aktuelle Games reibungslos spielbar sind und auch noch toll aussehen. Hier kommt kein einziges 2-in-1-Gerät oder Convertible der Grafikleistung auch nur annähernd nahe. Deshalb nimmt man auch in Kauf, dass das Tastatur-Modul etwas dicker wurde und das Gewicht im gedockten Zustand rund 1,6 Kilogramm beträgt. Mehr als man es von Convertibles gewohnt ist, aber noch verkraftbar.

Akku-Weltmeister

Bei der Batterieleistung lässt das Surface Book die Konkurrenz dann komplett hinter sich. Im Tablet-Modus hat sich zwar im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert, im gedockten Betrieb boostet aber die Performance Base die Leistung gewaltig. Wer 4K-Filme schaut, der kann mit dem Surface Book in einer Ladung einen 16-Stunden-Filmmarathon hinlegen. Wer damit nur arbeitet und hin und wieder Filme sieht oder ähnliches, kommt locker zwei Tage über die Runden. Das ist wirklich stark.

Speziell beim Abspielen von Videos kommt sämtliche Convertible-Konkurrenz nur in Ausnahmefällen in einen zweistelligen Stundenbereich. Damit ist Microsofts Akkuleistung auch ein Grund, Gewicht und Maße des Surface Book mit Performance Base nicht zu kritisch zu sehen. Auch das An- und Abdocken klappt problemlos, in Sekundenbruchteilen verwandelt man das Notebook zum Tablet und umgekehrt.

Bei den Anschlüssen bietet das Surface Book zwei USB 3.0-Buchsen, einen SD-Kartenleser, Surface Connect, Kopfhörerbuchse und Mini-Display-Port. Weitere Anschlüsse (USB-C, Thunderbolt 3) wären wünschenswert gewesen, die meisten Nutzer werden aber mit dem Angebot gut auskommen.

Fazit: Eine Preisfrage

Das Surface Book mit Performance Base offenbart nur kleine Schwächen, von denen keine abschreckt. Der dabei wohl größte Faktor: Es wiegt minimal mehr als vergleichbare Geräte. Dem stehen eine starke Leistung, ein überragender Akku und eine tolle Grafik gegenüber. Weh tut allerdings der Preis, auch wenn er gerechtfertigt sein mag. 2.599 Euro für das Einsteigermodell sind ein absoluter Premiumpreis. Allerdings bekommt man dafür auch ein absolutes Premiumgerät.

Ein Wunsch bleibt am Ende noch, der für viele Nutzer eine günstigere Lösung darstellen würde. Microsoft könnte die Performance Base nicht nur in Kombination mit dem Tablet-Teil verkaufen, sondern auch separat. So könnten nicht nur Nutzer, die bereits ein Surface Book haben, die Vorteile der Performance Base für ihr Gerät nutzen, sondern auch bei neuen Versionen der Base einfach nachrüsten, wenn ihnen die Leistung des Tablets noch ausreicht, der Grafikchip und der Akku aber nicht mehr. (rfi)

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