Ein bislang unbekannter Mann sorgt derzeit in Oberwart für Aufsehen. In gleich zwei Fällen soll er laut "Kronen Zeitung" Passanten beziehungsweise Autofahrer mit einem ungewöhnlichen Vorgehen bedrängt haben. Zunächst schreit er laut um Hilfe, kurz darauf fordert er von den Betroffenen 100 Euro. Die Polizei rät, sich darauf keinesfalls einzulassen.
Der erste bekannte Vorfall ereignete sich am vergangenen Freitag in der Innenstadt. Ein 79-jähriger Pensionist bemerkte, wie ein fremder Mann die Autotür seines geparkten Wagens mit voller Wucht zuschlug, während seine Frau im Fahrzeug saß.
"Hey, junger Mann! Das ist mein Auto", rief der Pensionist dem Unbekannten nach. "Sehen Sie nicht, dass meine Frau im Auto sitzt? Hätte sie jetzt den Fuß in der Türe gehabt, dann hätte das ins Auge gehen können", heißt es im Bericht der "Krone" weiter.
Anstatt auf den Pensionisten einzugehen, soll der etwa 30-Jährige beide Arme in die Höhe gerissen und laut "Hilfe! Hilfe!" gerufen haben. Kurz darauf behauptete er, vom Autobesitzer bedroht worden zu sein, so die Tageszeitung.
Anschließend verlangte er nach Angaben des Pensionisten 100 Euro. Dann könne er den angeblichen "Nötigungsversuch" vergessen, andernfalls werde er die Polizei verständigen.
Der Pensionist alarmierte jedoch selbst die Polizei. Der Mann stellte sich laut Schilderung zunächst vor das Auto und verhinderte die Weiterfahrt. Erst als zufällig eine Polizeistreife vorbeikam, lief er davon, berichtet die "Krone".
Bereits wenige Tage zuvor soll sich ein ähnlicher Vorfall in einem Kreisverkehr in Oberwart ereignet haben. Eine Autofahrerin musste stark abbremsen, nachdem vermutlich derselbe Mann plötzlich von der Mittelinsel auf die Fahrbahn gesprungen war.
Auch in diesem Fall soll der Unbekannte 100 Euro verlangt haben. Er habe behauptet, die Frau hätte ihn beinahe überfahren. Zudem soll er die Lenkerin zunächst an der Weiterfahrt gehindert haben. Erst als sie ankündigte, die Polizei zu rufen, flüchtete der Mann.
Die Exekutive rät Betroffenen, in einer solchen Situation ruhig zu bleiben und umgehend die Polizei zu verständigen.
"Wer in eine derartige Situation gerät, sollte Ruhe bewahren und sofort die Exekutive verständigen. Auf Geldforderungen sollte man sich keinesfalls einlassen", heißt es von der Polizei gegenüber der "Kronen Zeitung".
Ob hinter den beiden Vorfällen tatsächlich derselbe Mann steckt, ist derzeit noch unklar. Die geschilderten Abläufe ähneln sich jedoch auffallend.