Life

Hirn von 16-Jährigem wird von Parasiten zerfressen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:27

Weil er seine Kopfschmerzen nicht mehr aushielt, ließ sich der 16-jährige Sebastian DeLeon im US-Bundesstaat Florida ins Spital von Orlando einliefern. Dort bekam der Jugendliche und seine Familie eine Schockdiagnose: Amöben zerfressen sein Gehirn. "Ich sagte Sebastians Eltern, dass sie sich von ihm verabschieden sollen", so sein behandelnder Arzt. Dann geschah ein medizinisches Wunder.

Weil er seine Kopfschmerzen nicht mehr aushielt, ließ sich der 16-jährige Sebastian DeLeon im US-Bundesstaat Florida ins Spital von Orlando einliefern. Dort bekam der Jugendliche und seine Familie eine Schockdiagnose: Amöben zerfressen sein Gehirn. "Ich sagte Sebastians Eltern, dass sie sich von ihm verabschieden sollen", so sein behandelnder Arzt. Dann geschah ein medizinisches Wunder.

Nur drei Prozent der befallenen Menschen überleben laut Medizinern einen solchen Parasiten-Befall, der extrem selten auftritt. Wie, ist noch nicht gänzlich geklärt, die Parasiten dürften über warmes Wasser beim Schwimmen über die Nase ins Gehirn eindringen. Zudem ist die Erkrankung äußerst schwer zu diagnostizieren - aufgrund von Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Kopfschmerzen ging man zuerst von einer Hirnhautentzündung aus. 

Im Fall von DeLeon war die Diagnose für die Ärzte so gut wie ein Todesurteil. Nur wenige überleben eine solche Infektion, zudem sind aufgrund der Seltenheit kaum Medikamente dagegen in den Spitälern vorhanden. Doch dann das medizinische Wunder: Nicht nur, dass das Spital das nötige Medikament vor Ort hatte, zeigte es aich Wirkung. Der Jugendliche wurde in ein künstliches Koma versetzt, seine Körpertemperatur auf 33 Grad gekühlt. Nach drei Tagen konnte die Ärzte Entwarnung geben, DeLeon ist außer Lebensgefahr.

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