Forscher schaffen Mini-Gehirn

Hirnzellen spielen jetzt Doom auf dem Chip

Ein australisches Start-up hat echte Hirnzellen gezüchtet, die auf einem Chip den Ego-Shooter Doom spielen - und ständig dazulernen.
Technik Heute
19.03.2026, 09:50
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Es klingt wie Science-Fiction, ist aber Realität: Ein australisches Unternehmen namens Cortical Labs hat es geschafft, menschliche Hirnzellen auf einem Mikrochip wachsen zu lassen - und diese dann dazu zu bringen, das legendäre Computerspiel Doom zu spielen.

Doom gilt als einer der wichtigsten Ego-Shooter aller Zeiten. Das Spiel wurde 1993 veröffentlicht und war eines der ersten mit dreidimensionaler Grafik. Der Spieler kämpft darin als Elitesoldat gegen feindliche Kreaturen.

Wie der Spiegel berichtet, züchtet Cortical Labs die Hirnzellen aus sogenannten Stammzellen. In einer Art Petrischale wachsen sie zu zweidimensionalen Netzen zusammen. Ein spezielles Programm übersetzt die Informationen aus dem Computerspiel dann in elektrische Signale, die für die Zellen auslesbar sind.

So funktioniert die Steuerung

Über eine Schnittstelle können die Signale an den Mikrochip geschickt werden. Die Zellen verarbeiten sie und geben ein Ausgangssignal zurück. Auf diese Weise kann die Spielfigur im Computerspiel gesteuert werden.

Das Unternehmen hat bereits Erfahrung mit solchen Experimenten: Vor fünf Jahren trainierte man einen Chip mit Hirnzellen bereits beim Klassiker Pong. Damals dauerte das Training eineinhalb Jahre - jetzt geht es in wenigen Tagen.

Ziel: Robotersteuerung

"Im Moment spielen die Zellen wie ein Anfänger, der noch nie einen Computer gesehen hat", sagt Brett Kagan, Chefwissenschaftler von Cortical Labs. Das Unternehmen arbeite daran, die Zellen besser zu trainieren. In Zukunft sollen sie auch kompliziertere Aufgaben übernehmen - etwa die Steuerung von Robotern.

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