Hitze-Herbst macht das Tanken teurer

In Deutschland steigen die Benzinpreise wegen des Hitze-Herbstes – und so verrückt es klingen mag: Deswegen wird das Tanken auch bei uns teurer.

Bis zu 1,76 Euro mussten deutsche Autofahrer im grenznahen Passau (D) für einen Liter Super gestern, Mittwoch, zahlen, der Liter Diesel kostete bis zu 1,66 Euro.

Seit Wochen berichten deutsche Medien von diesem deutschen "Tank-Wahnsinn". Schuld daran ist der "Hitze-Herbst", der dafür sorgt, dass die Flüsse (allen voran der Rhein, aber auch die Donau) Niedrigwasser führen. Folge: Die Tankfrachtschiffe können nicht voll mit Sprit beladen werden, Benzin und Diesel an den Tankstellen werden deshalb knapp, weil nicht genügend nachgeliefert werden kann.

Doch was hat das mit uns zu tun? Ganz einfach: Durch die deutschen Wahnsinn-Preise wird das Tanken auch bei uns teurer. Zumindest an den grenznahen Tankstellen.

Die 25 teuersten OÖ-Tankstellen ALLE im Grenzgebiet

So befanden sich laut ÖAMTC-Tankstellen-App die 25 teuersten Tankstellen in Oberösterreich ALLE im Grenzgebiet zu Deutschland. Beispielsweise zahlten Autofahrer in Achleiten (Bez. Schärding) gestern (Mittwoch) 1,39 Euro für den Liter Super. Diesel war in Schärding am teuersten – mit 1,34 Euro pro Liter.

Zum Vergleich: In Linz zahlte man Mittwochmittag 1,30 Euro für den Liter Sprit – sowohl für Super, als auch für Diesel. Also bis zu neun Cent weniger als im Grenzgebiet.

Heißt im Klartext: Die Oberösterreicher, die im Grenzgebiet zu Deutschland wohnen, müssen mehr fürs Tanken zahlen. Und das nur, weil die Spritpreise in Deutschland steigen und steigen. Und den österreichischen Tankstellenbetreiber im Grenzgebiet, die vom Tanktourimus aus Deutschland profitieren, und im Grunde verlangen können, was sie wollen (wer könnte es ihnen verübeln?) – solange sie deutlich unter den deutschen Spritpreisen bleiben.

Wegen Tanktourismus: OÖ-Tankstelle ging der Diesel aus

Diese Preissituation sorgte jüngst übrigens sogar dazu, dass der Tankstelle in Achleiten (Bez. Schärding) am Allerheiligen-Wochenende sogar der Diesel ausging, weil so viele Deutsche dort tankten, wie die "Passauer Woche" berichtet. Bernd Zierhut, Geschäftsführer der Doppler-Gruppe: "Wie verkauften 40 Prozent mehr Diesel-Treibstoff als üblich."

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