Hobby-Schatzsucher finden 1.500 Silbermünzen

Das Finder-Quartett mit Grundstücksbesitzerin Edeltraud Hüttmannsberger.
Das Finder-Quartett mit Grundstücksbesitzerin Edeltraud Hüttmannsberger.OÖ. Landes-Kultur GmbH
Wertvoller Fund eines Quartetts in Unterweißenbach. Auf einem Grundstück wurden 1.500 Silbermünzen aus dem 15 Jahrhundert aufgespürt.  

Es war purer Zufall bzw. dann auch eben irgendwie wieder nicht. Denn offenbar dürften Klemens Berger, Hannes Haneder, Christian Hennerbichler und Matthias Kaltenberger schon den richtigen Riecher gehabt haben. Die vier hatten sich mit einer Sonde aufgemacht, um nach einem verborgenen Schatz zu suchen.

"Da gibt es mehrere Communitys, die mit Geräten systematisch Äcker und Grundstücke abgehen, in der Hoffnung was zu finden. In diesem Fall war es Glück, die Sonde hat angeschlagen", erzählt Sigrid Lehner von der oö. Landes-Kultur GmbH. 

1.500 Silbermünzen hatten die Sondengänger am Grundstück von Besitzerin Edeltraud Hüttmannsberger in Unterweißenbach aufgespürt.

Aus dem 15. Jahrhundert stammen die historischen Fundstücke, sind damit ein "ausgesprochen seltenes Zeitdokument zur Erforschung des Geldumlaufs", die weitere Erkenntnisse über den "Handel und Geldverkehr in Oberösterreich" bringen wird, wie die Landes-Kultur GmbH erklärt.  

Münzen werden in Ausstellung gezeigt

Die ausgegrabenen Münzen werden jetzt von Experten gereinigt und dann konserviert. Dann werden sogenannte Numismatiker die Fundstücke genau untersuchen, also eruieren wo sie herkommen und wie hoch ihr Wert ist. Geplant ist, die Münzen bald in einer Ausstellung zu zeigen. 

"Zu holen" gibt es auf dem Grundstück in Unterweißenbach übrigens nichts mehr. Alles, was gefunden werden wollte, wurde gefunden - "Der Schatz konnte vollständig geborgen werden, die Grabungsarbeiten sind abgeschlossen", so Lehner.

Auf die ehrlichen Finder, die den Schatz nicht eingestreift sondern erstmals die Grundeigentümerin und dann das Bundesdenkmalamt informiert haben, wartet eine Art Finderlohn. "Bei solchen Funden geht das Gefundene zu einer Hälfte an die Finder, die andere Hälfte an die Grundstücksbesitzerin", so die Auskunft der oö. Landes-Kultur GmbH. 

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