Neues Buch

"Hochemotional" – So war Wiener Künstlerikone privat

Timna Brauer gewährt im umfangreichen Werk "Die Arik Brauer Villa" einen sehr persönlichen Einblick ins Leben und Schaffen ihres legendären Vaters.
Sandra Kartik
19.03.2026, 06:00
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Es ist nicht übertrieben, ihn als Universalgenie zu bezeichnen: Dem 2021 verstorbenen Maler, Bildhauer, Liedermacher, Tänzer und Architekt Arik Brauer wurde nun von seiner erstgeborenen Tochter Timna Brauer ein literarisches und bildgewaltiges Denkmal gesetzt.

Die Musikerin führt im soeben erschienenen, fast 300 Seiten starken Buch "Die Arik Brauer Villa. Ein Gesamtkunstwerk" (Brandstätter Verlag) durch den Ort, an dem alle bekannten Werke des Wiener Künstlers entstanden sind. Hier lebte er auch mit Frau Naomi und den drei Töchtern, darunter auch Regisseurin und Schauspielerin Ruth Brauer-Kvam. In dem prachtvollen Gebäude in Währing kann man seine Kunst im Untergeschoß besichtigen.

"Herzstück, wo alles entstanden ist"

"Es war der Wunsch meines Vaters, einen neuen Katalog fürs Museum zu machen. Ich hab das sehr ernst genommen. Daraus ist das große Arik-Brauer-Buch geworden – eine Führung durch die Villa und den Skulpturengarten, das aber vor allem die Beziehung zwischen seinem Leben und Werk zeigt", verrät Timna Brauer im "Heute"-Gespräch.

Das Buch gewährt tatsächlich auch zahlreiche intime Einblicke in Brauers "Herzstück, wo alles entstanden ist, wo er die Bilder gemalt hat. Die Kunst ist mein Vater, aber die Atmosphäre und das Design – das alles ist meine Mutter. Sie war der Motor".

Soundtrack zur Malerei

Die Villa mit ihren Wandmalereien, in der jede Ecke künstlerisch gestaltet wurde, das Atelier und der Skulpturenpark stehen für einen Ort anhaltender, kreativer Energie und Produktivität, auch fünf Jahre nach dem Ableben des Künstlers. Tochter Timna zeigt im reich bebilderten Buch nicht nur die künstlerischen Details der Sammlung und die Besonderheiten der Architektur, sondern auch, wie sich an diesem Ort das Lebenswerk ihres Vaters zu einem Gesamtkunstwerk verdichtet.

Und natürlich gibt es auch einen Soundtrack zum Buch, der sich über QR-Codes anhören lässt. Denn Brauer machte schon Austropop, bevor das Genre seinen Namen bekam. Bekannt sind Lieder wie "Sie hab’n a Haus baut" und Sein Köpferl im Sand". Ein zweites Buch ist auch bereits in Arbeit, das zum 100. Geburtstag Brauers erscheinen soll. "Es ist hochemotional und natürlich auch eine Aufarbeitung für mich", so Brauer abschließend.

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