Für ihren Einsatz beim Verhindern des Terroranschlages in einem französischen Schnellzug am Freitagabend wurden fünf Helden nun mit dem höchsten Orden Frankreichs ausgezeichnet. Drei US-Amerikaner, ein Brite waren am Montag im Elysee-Palast zu Gast.
Frankreichs Präsident Francois Hollande ernannte die "Thalys-Helden" zu Rittern der französischen Ehrenlegion. Sie hatten am Freitagabend ihr eigenes Leben riskiert und ein Blutbad in einem Thalys-Schnellzug von Paris nach Amsterdam verhindert, indem sie einen schwer bewaffneten Attentäter überwältigten.
Insgesamt fünf Menschen wurden geehrt. Unter den drei US-Amerikanern waren die zwei Soldaten Aleck Skarlatos und Spencer Stone, sowie ein Freund der beiden, Anthony Sadler. Auch Chris Norman, ein Brite, half den Angreifer am Boden zu fixieren. Der fünfte Geehrte, ein französischer Staatsbürger, möchte ungenannt bleiben.
Auch US-Präsident Barack Obama dankte den Männern: "Ihre heldenhafte Tat hat möglicherweise eine viel schlimmere Tragödie verhindert."
Geheimdienst kannte den Täter
Unterdessen wurde bekannt, dass der Angreifer bereits im Visier des französischen Geheimdienstes war. Er war zur verdeckten Kontrolle ausgeschrieben, wie die "FAZ" berichtet. Im Verhör durch die französische Behörde für Terrorismusbekämpfung will er nichts mit Terror am Hut haben. Er habe die Waffen im Park gefunden und habe die Zuggäste wegen ihres Geldes ausrauben wollen. Die Behörden glauben ihm nicht. Er zeigt keine Reue.