Erste Überflutungen wegen des Dauerregens

Die ersten Feuerwehren rüsten sich wegen des Dauerregens bereits gegen das Hochwasser. In Schärding wurden die ersten Schutzwände aufgestellt.
Seit Montagfrüh regnet es in Oberösterreich beinahe ununterbrochen. Die triste Wetterlage soll sich bis morgen Mittag nicht ändern (wir berichteten).

Im Land ob der Enns sind jetzt auch schon erste Auswirkungen des Dauerregens zu spüren. Aufgrund der starken Niederschläge ist im Einzugsgebiet des Inns bis heute Abend mit einem Anstieg bis über die Vorwarnstufe lt. OÖ Notfallplan zu rechnen.

In Schärding wurde deshalb bereits Montagabend der Hochwasserschutz aufgebaut. Auch alle Tore zur Innlände wurden schon verschlossen. "Wir waren rund zweieinhalb Stunden im Einsatz. Laut Prognosen halten sich die Wassermassen aber in Grenzen. Deshalb sind aktuell nur zehn Prozent der Schutzwände aufgestellt", heißt es auf Anfrage von der Schärdinger Feuerwehr.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Gehweg außerhalb der Stadtmauern über Ufer getreten



Der Fluss ist bei der Schärdinger Innlände im Bereich eines Gehweges außerhalb der Stadtmauern am Vormittag bereits über die Ufer getreten. Aktuell liegt der Pegel des Inns in Schärding bei 4,7 Meter. Es wird ein Anstieg in den kommenden Stunden bis auf ca. 5,80 – 6 Meter erwartet.

Dies bedeutet, dass rund 1,5 Meter Wasser auf der Innlände stehen wird. Der Mittelwert liegt dort bei vier Meter.

Im an der Grenze zu Deutschland gelegenen Ach (nahe der Salzach) hat sich der Pegel von zwei auf vier Meter verdoppelt. Auch im Salzkammergut drohen lokale Überschwemmungen.

"Für die Salzach und den Inn sind die maximalen Wasserstände bereits für heute Abend prognostiziert. Bei den größeren Gewässern werden Wasserführungen im Bereich von ein bis zweijährlichen Ereignissen erwartet", so Peter Kickinger vom hydrografischen Dienst zu "Heute".

Entlang der Donau entspannter



Deutlich entspannter ist die Lage entlang der Donau. Dort werden erst am Mittwoch erste kleinere Auswirkungen erwartet. Kickinger: "Wir werden an der Donau die Vorwarnstufen nur knapp erreichen. Also sind keine großen Ausuferungen zu erwarten."

In Linz führt die Donau aktuell 4,2 Meter (Durchschnitt: 3,5 Meter). Laut Prognosen soll der Höchstwert unter 5,5 Meter bleiben.



(mip)

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