Höchste Zahl von Asylanträgen in Österreich seit 2017

"WirHabenPlatz"-Demonstration in Wien. Die Asylanträge steigen aktuell stark an.
"WirHabenPlatz"-Demonstration in Wien. Die Asylanträge steigen aktuell stark an.Martin Juen / SEPA.Media / picturedesk.com
In Österreich haben im ersten Quartal 2021 so viele Menschen um Asyl angesucht, wie seit 2017 nicht mehr. Eine Steigerung von 42 Prozent zu 2020.

Trotz Corona-Pandemie melden die Behörden in Österreich im ersten Quartal 2021 rasant steigende Zahlen bei den Asylanträgen. Knapp über 5.000 Anträge (5.024) wurden seit 1. Jänner gestellt, was den höchsten Wert seit dem Jahr 20217 darstellt. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem Österreich im ersten Quartal erst ab März in der Corona-Krise steckte, bedeutet das gar einen Anstiegt von rund 42 Prozent. Die Anträge werden laut den Behördenangaben am stärksten von Syrern gestellt, gefolgt von Afghanen und Marokkanern.

Mehr als ein Zehntel der Anträge, nämlich 554, stammen laut Ministerien von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. 82 Prozent aller Antragssteller seien männlich. Und: Ein Plus von fast 90 Prozent gibt es, wenn man den März 2021 mit dem März 2020 vergleicht. Vom Innenministerium heißt es dazu, dass die Zahlen nicht vergleichbar seien, denn im März 2020 seien die Grenzen geschlossen worden. Deswegen würde die jetzige Zahl so hoch erscheinen, in Wirklichkeit sei die Zahl der Anträge im März aber im Monatsvergleich gesunken.

"Als 'Fake News' entlarvt"

Kritik kommt umgehend von der FPÖ. "Nehammers angeblich harter Kurs in der Asyl- und Migrationspolitik und sein vollmundig angekündigter 'De-Facto-Einreisestopp" für Asylwerber sind jetzt endgültig als 'Fake News' entlarvt", so FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer. "Die Österreicher werden von Nehammer unter dem Deckmantel des Coronavirus sekkiert, illegale Einwanderer offenbar hofiert", so Amesbauer.

Als "völlig perfide" bezeichnet Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp die Asylentwicklung. "Während die heimische Bevölkerung mit Lockdown und Ausgangssperren drangsaliert wird, können Sozialmigranten durch dutzende sichere Drittstaaten und quer durch Europa ungehindert nach Österreich reisen. In anderen europäischen Ländern sinken die Asylzahlen, in Österreich explodieren sie. Dafür trägt die Kurz-ÖVP die volle Verantwortung", so Nepp.

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