Die Bayern sorgten in der Länderspielpause für ein Trainer-Beben. Julian Nagelsmann flog raus, Thomas Tuchel folgte sogleich nach.
Am Samstag feierte der Champions-League-Sieger mit Chelsea bei seinem Trainerdebüt in München sogleich einen Prestigeerfolg. Die Bayern fertigten sein Ex-Team Dortmund mit 4:2 ab.
Nagelsmann muss sich indes mit weiterer Kritik herumschlagen. Ex-Präsident Uli Hoeneß meldet sich im "kicker" zu Wort und prangert das Verhalten des ehemaligen Cheftrainers an. Vor der Länderspielpause verloren die Bayern gegen Leverkusen und damit Platz eins zwischenzeitlich an Dortmund. Dann ging es für den 35-Jährigen in den Urlaub mit Freundin Lena Wurzenberger.
Hoeneß über Nagelsmann: "Julian Nagelsmann hätte nach der Niederlage in Leverkusen nicht in den Skiurlaub fahren dürfen. Wäre er in München geblieben, hätte man sich am Montag oder Dienstag zusammengesetzt und gesprochen. Und, wer weiß, was dann passiert wäre?"
Der "Liebesurlaub" im österreichischen Zillertal könnte Nagelsmann demnach den Job gekostet haben, so der brisante Verdacht des 71-Jährigen. So war der Trainer nicht für ein mögliches klärendes Gespräch in der Stadt, sendete für den Klub nach der empfindlichen Niederlage im Meisterrennen womöglich die falschen Signale.
Diese Darstellung unterstreicht die "Bild", die wissen will, dass Vorstandsboss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic tatsächlich nicht erfreut über die Abwesenheit des Coaches gewesen seien.
Nagelsmann muss sich keine Sorgen um seine sportliche Zukunft machen. Real Madrid und Tottenham Hotspur sollen schon um seine Dienste kämpfen. Mit Graham Potter wackelt der Tuchel-Nachfolger beim FC Chelsea bereits gewaltig. Nagelsmann selbst soll sich aber eine mehrmonatige Auszeit vom Trainergeschäft nehmen wollen, um seine Zeit beim FC Bayern analysieren, das Aus verdauen zu können.