Hört endlich auf es "Mum Bun" zu nennen!

Können wir "Mum Bun" einfach aus unserem Wortschatz streichen?
Können wir "Mum Bun" einfach aus unserem Wortschatz streichen?Privat
"Heute"-Redakteurin und Bloggerin Christine Scharfetter erzählt von ihren täglichen Erfahrungen als Mama.

Nein, ich trage heute keinen Dutt, weil ich in der Früh keine Zeit hatte oder weil mein Kind gerade anstrengend ist oder weil ich gerade total überfordert mit meinem Mama-Dasein bin. Ich trage ein Knödel auf dem Kopf, weil ich Lust dazu hatte! Und, weil ich seit über 10 Jahren der Meinung bin, dass mir die Frisur steht.

Richtig gelesen, ich habe das, was andere - vor allem andere Mütter - nur zu gerne als "Mum Bun" abstempeln, Frisur genannt. Denn genau das ist das Knödel, der Dutt oder auch der Bun - egal ob Mutter oder nicht!

Weg mit der Schublade

Erst unlängst bin ich auf Instagram wieder über die Story einer jungen Mutter gestolpert, die ihren Followern lang und breit, aber vor allem abwertend erklärte, dass es leider nur für den "Mum Bun" gereicht hätte. Und fragte dann auch gleich in die Runde, welche andere Mutter sonst noch gerne auf die "schnelle Frisur" zurückgreife, wenn sie gerade total überfordert mit ihrem Leben ist.

Christine Scharfetter ist "Heute"-Redakteurin und Bloggerin auf www.TheHallstand.com. Seit über 25 Monaten lernt sie nun immer wieder neue Grenzen in ihrem Leben als Mutter der kleinen Frankie Malou kennen.

Instagram.com/christinescharfetter

Leider ist sie bei Weitem nicht die Einzige. Ich bin Mama, also trage ich einen Mum Bun. Die Frau da drüben trägt einen zerzausten Dutt auf dem Kopf, sie muss wohl Mutter sein. Hallo Schublade!

Im Ernst? Wollen wir Mütter uns wirklich über unseren Haarstyle definieren. Und uns derart abstempeln lassen? Ist jede Frau, die ihre Haare zu einem Dutt bindet sofort eine Mutter? Ich habe schon lange vor meiner Tochter gerne einen Bun getragen. Und ich kenne viele kinderlose Frauen, die sogar Stunden vor dem Spiegel verbringen, um sich einen Bun, der nach einer schnellen und lockeren Aktion aussieht, auf den Kopf zu zaubern.

Deshalb mein Appell: Lasst uns den "Mum Bun" doch einfach aus unserem Wortschatz streichen und ihn meinetwegen "Messy Bun" nennen. Das ist übrigens eigentlich auch seine korrekte Bezeichnung.

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