Hofburg-Kandidat Wlazny geht auf Van der Bellen los

Hofburg-Kandidat Dominik Wlazny in der TV-Sendung "Milborn Spezial – Das Puls24 Polit-Gespräch"
Hofburg-Kandidat Dominik Wlazny in der TV-Sendung "Milborn Spezial – Das Puls24 Polit-Gespräch"Puls24
Im Puls24-Interview packt Hofburg-Kandidat Dominik Wlazny über sein Doppelleben als Marco Pogo, unfähige Politiker und Andreas Gabalier aus.

Er ist nicht nur Österreichs jüngster Bundespräsident-Kandidat aller Zeiten, sondern sicherlich auch der bislang ungewöhnlichste. Dominik Wlazny – auch bekannt als Rocksänger Marco Pogo – mischt mit seiner Kandidatur für das höchste Amt im Staate die heimische Innenpolitik gehörig auf.

"Bundespräsident zu werden, ist fürs Image eines Punkrockers nicht gerade zuträglich"

"Wir sind seit zwei Jahren mit vielen Krisen konfrontiert. Wir haben eine sehr lange, immer noch andauernde Gesundheitskrise. Jetzt haben wir einen Krieg vor der Haustüre und damit kommen ganz viele neue Krisen dazu. Mein Ansinnen ist es, meinen Beitrag zur Lösung dieser Krisen zu liefern", erklärt der 35-Jährige in der TV-Sendung "Milborn Spezial – Das Puls24 Polit-Gespräch" (Puls24, 20:15 Uhr).

"Trotz allen Humors, der durchblitzt, bin ich ein ernsthafter Mensch." – Dominik Wlazny

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Rocker und Hofburg-Kandidat: Kein Widerspruch für Dominik Wlazny alias Marco Pogo
Rocker und Hofburg-Kandidat: Kein Widerspruch für Dominik Wlazny alias Marco PogoPuls24

Vorwürfe, bei seiner Kandidatur würde es sich um einen reinen Marketing-Gag handeln, um für seine Band Turbobier und das gleichnamige Bier die Werbetrommel zu rühren, weist der Wiener zurück. "Der Marco Pogo kandidiert ja nicht, sondern der Dominik Wlazny. [...] Ganz ehrlich, meine politischen Ambitionen und Ansinnen, Bundespräsident zu werden, sind fürs Image eines Punkrockers nicht gerade zuträglich. Eine TV-Diskussion mit Walter Rosenkranz ist für einen Punkrockmusiker so cool wie Birkenstockschlapfen und Andreas Gabalier. Ich gefährde meine Musikkarriere eher dadurch, dass ich hier sitze und darüber spreche".

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Kickl und Karner fliegen als Minister raus

Sollte der Chef der Bierpartei die Hofburg-Wahl gewinnen, will er ein Bewerbungsverfahren für Minister einführen. Dieses würde seiner Meinung nach die ein oder andere Angelobung obsolet machen. "Es geht mir nicht darum zu sagen, die sind alle unfähig. Aber für diese hohen Aufgaben muss die Rolle eines Ministers oder einer Ministerin genauer abgeklopft werden. Sind sie dafür gewachsen? Welche Ambitionen haben sie? Wie ist die Vision, welche Ideen bringt man ein? Wie sind die Kompetenzen?"

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Danach gefragt, welcher Politiker in jüngster Zeit bei einem solchen Test wohl durchgefallen wäre, nennt Wlazny zwei Namen: "Ich denke, Herbert Kickl hätte ihn wahrscheinlich nicht bestanden in seiner Integrität, dann hätte ich ihn nicht angelobt. Innenminister [Gerhard] Karner – das war schon vorab absehbar, wessen Geistes Kind er ist – ein Mann, der ein höchstgerichtliches Urteil öffentlich in Frage stellt und damit das Vertrauen der Bevölkerung in die unabhängige Justiz schwächt, hätte man auch nicht angeloben dürfen. Jetzt haben wir den Salat."

Kritik an Van der Bellen

Doch auch Amtsinhaber Alexander Van der Bellen bekommt vom 35-jährigen, ausgebildeten Mediziner mit Hang zu lauten Gitarren überraschend sein Fett weg: "Er sucht den Diskurs nicht – nicht mit den Leuten, nicht mir mir, was ich demokratiepolitisch sehr bedenklich finde. Nur durchs Reden wird man Probleme lösen können. Zu glauben, sich in einem Wahlkampf hinter den dicken Türen der Hofburg verschanzen zu können, ist schwach."

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