Politik

Hofburg-Stichwahl: Stenzel mischte erstes TV-Duell auf

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:07

Beim ersten großen TV-Duell vor der Stichwahl am 4. Dezember sind am Sonntag Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer aufeinander getroffen. Während die Kandidaten darauf achteten, nicht anzuecken, hielt sich ein Studiogast nicht zurück: Ursula Stenzel blies zum Frontalangriff auf den ehemaligen Grünen-Chef.

Nur keine Unentschlossenen verschrecken: Im Endspurt zur Hofburgwahl wollen die Kandidaten nicht anecken. Vor allem FP-Nationalratspräsident Norbert Hofer gab sich im Puls 4-Duell im Vergleich zu früheren Konfrontationen streichelweich. Alexander Van der Bellen sprach wie gewohnt mit Bedacht, ging aber häufiger in die Offensive. So thematisierte er gleich zu Beginn Kommunikations-Tricks, die sein Gegenüber aus seiner Sicht anwende. Er machte auch Facebook-Postings der FPÖ zum Thema, in denen VdB-Plakate mit Hitler verglichen werden.

Die große Stenzel-Show

Anders die nicht amtsführende FP-Stadträtin Ursula Stenzel. Sie war als Hofer-Unterstützerin neben einem Pendant der Gegenseite und Meinungsforschern ins Studio geladen - und haute auf den Tisch. Gleich zu Beginn bezeichnete sie Van der Bellen als "lavierenden Multikulti-Verfechter". Den FP-Kandidaten lobte sie dafür in höchsten Tönen - Die Menschen würden auf einen Wechsel durch den Sieg Hofers hoffen, so die neue FP-Politikerin. Das habe sie auch in Gesprächen in der Sauna und im Schwimmbad erfahren. 

Stenzel, die eigentlich nur beobachten und analysieren sollte, wurde schließlich sogar zum Thema der Diskussion. Van der Bellen kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen. Denn die FP-Stadträtin hätte seinem Vater ein Naheverhältnis zu den Nazis unterstellt.

Stenzel entgegnete dem aus ihrer Sicht "grünlinken" Kandidaten, sie habe das so nicht gemeint - und legte promt nach: Vielmehr interessiere sie, warum Van der Bellen die KPÖ gewählt habe und über die Freimaurer und die SPÖ zu den Grünen gekommen sei. Dieser antwortete, die Strategie sei bekannt: "Etwas Ehrenrüchiges in den Raum stellen und danach sagen, ich habe es so nicht gemeint."

Die gesamte Diskussion zum Nachlesen im "heute.at"-Liveticker:

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