Fussball

Hofmann-Ansage: "Wir sind Rapid, wir werden gewinnen"

Am Samstag ist es soweit. Steffen Hofmann gibt sein Debüt als Interimscoach auf der Rapid-Trainerbank. Der Deutsche gibt sich kämpferisch. 
Heute Redaktion
19.11.2021, 19:06

Nach über drei Jahren haben sich die Hütteldorfer in der letzten Woche von Didi Kühbauer getrennt. Hofmann übernahm gemeinsam mit Langzeit-Co-Trainer Thomas Hickersberger, wird die Grün-Weißen betreuen, bis ein neuer Coach gefunden ist. Das soll spätestens bis Jahresende erfolgen. 

Hofmann gibt sein Debüt

Gleich bei seiner Premiere wartet allerdings ein besonderes Spiel auf den 41-Jährigen. Nicht nur, weil der einstige "Fußballgott" sein letztes Pflichtspiel am 20. Mai 2018 gegen die Vorarlberger bestritt. Sondern vor allem, weil das Duell in der 15. Bundesliga-Runde das vorerst letzte Heimspiel vor Fans sein wird. Am Montag tritt dann ein landesweiter Lockdownin Kraft, Spitzensport ist dann nur noch ohne Fans erlaubt.

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Gleichzeitig kündigte der Block West schon am Donnerstag an, den Stimmungs-Boykott gegen die in Wien seit Anfang Oktober geltende 2G-Regelung beim Stadionbesuch aufzuheben. Gut 13.000 Karten sind jedenfalls abgesetzt. 

"Wir sind Rapid"

Hofmann verspricht dem grün-weißen Anhang vor seinem Debüt jedenfalls ein echtes Spektakel. "Ich freue mich, mit den Jungs zu arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass wir ein richtig leiwandes Spiel machen werden. Die Qualität der Mannschaft, die Energie, der Spirit sind gut", zeigte sich der 41-Jährige bereits besonders motiviert. 

Doch was soll sich unter dem Deutschen ändern? "Es war nicht alles schlecht, Didi hat einen guten Job gemacht. Wir können auf einem Fundament aufbauen, wollen aber mit dem Ball mehr Ruhe hineinbringen. Wir spielen Fußball, um Spiele zu gewinnen. Dass wir morgen verlieren, daran habe ich keine Sekunde gedacht. Wir sind Rapid, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Und genau so werden wir in jedes Spiel gehen", so Hofmann kämpferisch. 

Gleichzeitig hielt Hofmann, der sicher begeistert empfangen werden wird, fest: "Es geht nicht um mich. Es geht um die Jungs auf dem Platz." Trotzdem wird der Interimscoach die Letztverantwortung inne haben. "Es ist schön, wenn man etwas entscheiden kann. Denn zu Hause macht das wer anderer", lachte der Deutsche. 

Neben Kevin Wimmer, der am Montag operiert wird, muss Hofmann bei seinem Einstand als Rapid-Coach auf Maxi Hofmann, der als K1-Person in Quarantäne ist, und den frisch gebackenen Papa Koya Kitagawa verzichten. 

Peschek berief Krisenstab ein

Auf der wirtschaftlichen Seite ist nun Geschäftsführer Christoph Peschek gefordert. Das am Donnerstag stattfindende Europa-League-Duell gegen West Ham United wäre ausverkauft gewesen. Nun wird ein Geisterspiel daraus. Rapid entgeht so ein Millionen-Betrag. Außerdem finden auch die verbleibenden Heimspiele bis zur Winterpause ohne Fans auf den Rängen statt, die Hütteldorfer müssten also Abo-Karten zurückerstatten. "Ich habe den Krisenstab einberufen. Sobald wir wissen, was es auch für uns bedeutet, werden wir uns an die Fans wenden", so der Finanz-Boss.