Benzin und Diesel

Hohe Sprit-Preise in Österreich "kaum nachvollziehbar"

Obwohl Rohöl deutlich billiger ist, zogen die Spritpreise Ende Jänner wieder an – laut ÖAMTC würde es weiterhin Spielraum nach unten geben.
André Wilding
10.02.2026, 10:30
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Nach einem eher günstigen Start ins Jahr 2026 zogen die Spritpreise Ende Jänner wieder etwas an: Die geringfügig gestiegenen Rohölpreise spiegelten sich umgehend an den Zapfsäulen wider. Insgesamt ergab sich im Monatsdurchschnitt zwar dennoch eine Reduktion von 1,9 Cent bei Diesel und 1,7 Cent bei Super gegenüber dem Vormonat - nachvollziehbare Gründe für die jüngsten Preissteigerungen sind aus Sicht des ÖAMTC aktuell jedoch nicht erkennbar.

Im Gegenteil: Konsumenten müssen weiterhin auf eine faire Weitergabe der gesunkenen Rohölpreise, die im Vergleich zum Jänner 2025 um über 30 Prozent gefallen sind, warten. Mit durchschnittlich 1,488 Euro pro Liter Diesel und 1,455 Euro für den Liter Super tankten Autofahrer im Jänner 2026 hingegen nur um rund acht Prozent günstiger als im Jänner 2025. Ohne Steuern und Abgaben, die mehr als die Hälfte des Preises ausmachen, sanken die Nettopreise auch nur um rund 13 Prozent. Aus Sicht des Clubs besteht bei den Spritpreisen damit weiterhin deutlicher Spielraum nach unten.

Größerer Hebel für faire Preise

Aus Konsumentensicht ist es laut ÖAMTC "kaum nachvollziehbar", dass der Einfluss sinkender Rohölpreise auf den Spritpreis nach wie vor relativiert wird. Wird Rohöl teurer, kommen die Erhöhungen hingegen nahezu sofort an der Zapfsäule an. Für den ÖAMTC ist es daher unerlässlich, dass die kürzlich auf den Weg gebrachte Sonderprüfung mit den Mitgliedern der Preiskommission für mehr Transparenz bei der Preisgestaltung sorgt.

Preise vergleichen und teures Tanken vermeiden

Gerade in den westlichen Bundesländern - und damit jenen Regionen, die im Winter und den Semesterferien häufig Ziel von Urlaubsfahrten sind - sind die Spritpreise häufig am höchsten. Am teuersten tankt man meist in Tirol, zuletzt schloss auch Salzburg zunehmend auf und lag preislich sogar über Vorarlberg.

Wer die Ferien für eine Fahrt vom Osten in den Westen nutzt, sollte daher bereits beim Fahrtantritt tanken. Aber auch in günstigeren Bundesländern wie Kärnten, der Steiermark oder Oberösterreich empfiehlt es sich, Preise vorab zu vergleichen.

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