Politik

"Hohn und Spott" – auch Zadic attackiert nun Nehammer 

Weiter Wirbel um Kanzler-Video: Ohne den Namen des Bundeskanzlers zu nennen, kritisiert Justizministerin Alma Zadic die Wortwahl des Regierungschefs. 

Michael Rauhofer-Redl
Mittlerweile hat auch Justizministerin Alma Zadic Kritik an den Aussagen von Bundeskanzler Karl Nehammer geübt.
Mittlerweile hat auch Justizministerin Alma Zadic Kritik an den Aussagen von Bundeskanzler Karl Nehammer geübt.
HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

Das Wut-Video von Kanzler Karl Nehammer schlägt weiterhin hohe Wellen. Nachdem die Opposition seine Aussagen scharf kritisiert hatte, hagelt es nun auch vom eigenen Koalitionspartner Kritik. Am Freitag zeigte sich gar Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) alles andere als erfreut über die Aussagen des Regierungschefs. "Diese Aussagen waren natürlich schon weit weg von den Lebensrealitäten dieser Frauen", sagt Kogler. Gleichzeitig lobte er die Regierungsarbeit bei der Armutsbekämpfung.

Zadic zollt Alleinerzieherinnen Respekt 

Am Samstag legt nun auch Justizministerin Alma Zadic nach. Auf der Kurznachrichtenplattform X kritisiert die Grün-Politikerin den Bundeskanzler, ohne Nehammers Namen zu nennen. Sie sei Mutter eines Sohnes und habe einen Partner, der sie unterstütze, auch verdiene sie "weit überdurchschnittlich", so Zadic. "Trotzdem ist Mutter sein manchmal herausfordernd. Ich habe größten Respekt für alle Frauen, die Kinder ohne diese Unterstützung und finanzielle Absicherung groß ziehen", erklärt die Politikerin.

Alleinerziehende "leisten jeden Tag Unglaubliches, das zur schwer zu fassen ist, wenn man selbst nicht in dieser Situation ist". Diese Frauen würden keinen "Hohn und Spott" von Politikern, die selbst nie in dieser Position waren, verdienen. Vielmehr müssten Politiker Antworten auf die Probleme, mit denen Betroffene jeden Tag konfrontiert seien, liefern. Zadic spricht die Themen "fehlende Kinderbetreuung, kaum vereinbare Vollzeitstellen, schlechte Bezahlung und drohende Altersarmut" an. 

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