HolidayCheck geht gegen Fake-Bewertungen vor

Das Portal HolidayCheck sagt Bewertungsbetrügern den Kampf an. Urlauber dürfen nicht getäuscht werden, so die Devise.
Um Urlaubern die größtmögliche Transparenz und Verlässlichkeit bei der Buchung zu bieten, hat HolidayCheck Klage gegen das Unternehmen "Fivestar Marketing" eingereicht.

Dadurch möchte das Bewertungsportal offensiv gegen den Betrug von Urlaubern vorgehen. "Wir wollen das urlauberfreundlichste Unternehmen werden und dem entgegen stehen ganz klar die organisierte Täuschung des Urlaubers durch gefälschte Bewertungen im großen Stil. Hier fahren wir eine strikte Null-Toleranz-Politik", erklärt Christoph Ludmann, CEO der HolidayCheck AG, am Mittwoch in einer Aussendung.

Hotels kauften Bewertungen

Mehr als 50 Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen sich über Fivestar Marketing Bewertungen gekauft haben, um sich dadurch einen Vorteil bei möglichen Kunden zu erschleichen.

Die betroffenen Hotels wurden im ersten Schritt durch einen Manipulations-Hinweis auf der Website von HolidayCheck für den Urlauber kenntlich gemacht. Zeitgleich versendete HolidayCheck Abmahnungen an die betroffenen Betriebe mit der Aufforderung, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ein Großteil der Hotels habe sich daraufhin unter Androhung einer Vertragsstrafe verpflichtet, keine gefälschten Bewertungen mehr abzugeben. Viele Hoteliers hätten aber nicht nur eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, sondern auch Unterstützung im Kampf gegen Fivestar Marketing zugesichert und wichtige Beweismittel geliefert.

Mehr Transparenz für Urlauber

"Der Gang vor Gericht ist für uns die logische Konsequenz, um Unternehmen wie Fivestar Marketing das Handwerk zu legen", so Christoph Ludmann. "Unser Bestreben ist es, langfristig derartige unlautere Geschäftsmodelle zu unterbinden, denn was diese Netzwerke anbieten, ist schlicht eine absichtliche Täuschung des Urlaubers. Wir rechnen damit, dass sich das Verfahren über mehrere Monate hinziehen wird. Dennoch sind wir fest entschlossen, diesen Weg zu gehen, um Urlauber künftig vor solchen Praktiken zu schützen."

Einen wichtigen Aspekt im Kampf gegen Netzwerke von Bewertungsfälschern sieht HolidayCheck im öffentlichkeitswirksamen Vorgehen. So gehe man mit dem Thema ganz bewusst an die Öffentlichkeit. Unter dieser Prämisse wendet sich HolidayCheck auch direkt an Bewerter, die klar als Fake-Bewerter von Fivestar Marketing identifiziert wurden. In einem Schreiben erhalten die betroffenen Personen per E-Mail den unmissverständlichen Hinweis, dass sie als Absender gefälschter Bewertungen entdeckt wurden.

Prävention durch Information

Ein gemeinsames Vorgehen mit weiteren betroffenen Unternehmen der Branche sowie Verbänden sieht HolidayCheck als unerlässlich im Kampf gegen den unlauteren Wettbewerb der Bewertungsfälscher an.

Neben der gerichtlichen Auseinandersetzung legt das Unternehmen den Fokus auch auf weitere präventive Maßnahmen, um Bewertungsbetrug zu verhindern. Im Zuge dessen habe HolidayCheck auch seinen Verhaltenskodex für Hoteliers, den sogenannten Code of Conduct, überarbeitet. Darin würden sich nun noch strengere Richtlinien zu dem, was bei der Werbung um Bewertungen direkt vor Ort im Hotel erlaubt ist und was nicht, finden. Außerdem informiere das Bewertungsportal Hotelbetriebe aktiv über den Umgang mit gefälschten Bewertungen und fordert zur Mithilfe bei deren Aufklärung auf. (ek)

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