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Hollande will UN-Bericht abwarten, Obama zögert

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:47

Frankreichs Präsident Francois Hollande hat am G20-Gipfel erklärt, vor einem Militärschlag erst den UN-Bericht abwarten zu wollen. Das zeigte Wirkung: Auch Angela Merkel schloss sich daraufhin der Unterstützungserklärung von zehn G20-Staaten an. US-Präsident Barack Obama hat sich noch nicht festgelegt, ob auf das Ende der UN-Untersuchungen warten will.

Francois Hollande hat am G20-Gipfel überraschend erklärt, nun doch das Ergebnis der UN-Untersuchungen abwarten zu wollen. Das zeigte Wirkung: Angela Merkel hatte zuvor die Unterschrift unter einer Erklärung, in der zehn G20-Staaten die USA in ihrer Syrien-Politik unterstützen, verweigert. Nach Hollandes Zugeständnis schloss sich Merkel nachträglich doch noch der Erklärung an.

Rückendeckung für die USA

In dem Dokument heißt es unter anderem: "Wir verurteilen aufs Schärfste den fürchterlichen Chemiewaffen-Angriff in den Vororten von Damaskus am 21. August, der vielen Männern, Frauen und Kindern das Leben gekostet hat." Es gebe klare Belege, die auf eine Verantwortung der syrische Regierung für den Angriff hindeuteten.

Die Unterzeichner der Erklärung "unterstützen die Anstrengungen der Vereinigten Staaten und anderer Staaten zur Gewährleistung des Verbots chemischer Waffen". Ohne einen Militärschlag ausdrücklich zu erwähnen wird zu "einer starken internationalen Antwort auf diesen schwere Verstoß gegen weltweit gültige Normen" aufgerufen, damit "eine solche Gräueltat niemals wiederholt werden kann".

Geschlossene Front von Frankreich und USA

Frankreich und die USA haben ihren Willen zu einer gemeinsamen Aktion gegen Syrien wegen des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes bekräftigt. "Frankreich und die USA stehen zusammen", sagte der französische Außenminister Laurent Fabius am Samstag nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen John Kerry.

Kerry machte aber klar, dass sich Präsident Obama noch nicht festgelegt habe, ob er auf den Bericht der UN-Inspekteure warten will. "Wir werden diese Frage nach meiner Rückkehr nach Washington diskutieren", sagte Kerry. Obama habe sich dies bisher offengehalten.

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