Kurzfristige Konzertabsagen, um bei TV-Shows auftreten zu können, sorgen bei Veranstaltern und Schlagerfans immer wieder für Frust. Dahinter stecken oft vertragliche Zwänge durch die Fernsehsender, die Künstler in Bedrängnis bringen.
Die österreichische Schlagersängerin Natalie Holzner kennt das Problem aus eigener Erfahrung. Sie kritisiert die Praxis der TV-Sender deutlich und nennt das Vergabeverfahren "fast eine Sauerei". Den Musikern fehle oft die Wahl, da Fernsehshows für die Karriere essenziell seien.
"Ich finde jetzt nicht, dass die Künstler da wirklich eine Wahl haben, weil jeder muss irgendwie auf sich schauen und schauen, dass er weiterkommt", erklärt Holzner gegenüber Schlager.de. Das eigentliche Problem liege bei den Sendern: "Es ist da eher ein Problem von den Fernsehsendungen, dass die dich so lange hinhalten."
Die Sängerin, die regelmäßig bei "Immer wieder sonntags" auftritt, berichtet von ihren eigenen Erfahrungen. Bei der "Starnacht aus der Wachau" geriet sie selbst in einen extremen Terminkonflikt, weil die Sender Zusagen oft lange hinauszögern.
"Das war der irre Stress für mich als Künstlerin", erinnert sich Holzner. Auch DJ Ötzi habe für den "Schlagerbooom" schon ein Konzert abgesagt, um stattdessen im TV auftreten zu können.