Sobald die Temperaturen steigen, beginnt auch die Zeckensaison. Die kleinen Parasiten können gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen und machen Spaziergänge in der Natur für viele Menschen riskant.
Ein Forschungsteam der kanadischen Universität Ottawa hat nun eine überraschend einfache Methode getestet, um Zecken auf Wanderwegen fernzuhalten.
Wie Chip.de unter Berufung auf Deutschlandfunk Nova berichtet, wurden Wanderwege mit Hackschnitzeln, also zerkleinerten Holzstücken, bedeckt. Diese Schicht verhindert, dass entlang der Wege Gräser und andere Pflanzen wachsen. Da Zecken normalerweise auf solchen Pflanzen sitzen und dort auf vorbeikommende Menschen oder Tiere warten, wird ihre Ausbreitung dadurch erschwert.
Die Ergebnisse sind beeindruckend: Allein durch die Holzschnitzel sank die Zahl der Zecken auf den Wegen um etwa die Hälfte. Wurden die Hackschnitzel zusätzlich mit einem Insektenschutzmittel behandelt, waren auf den untersuchten Wegen nahezu keine Zecken mehr nachweisbar.
Diese Methode könnte dazu beitragen, Insektenschutzmittel gezielt auf Wanderwegen einzusetzen, anstatt sie großflächig auf Bäume und Sträucher zu sprühen. Dadurch würden viele andere Insektenarten im Wald besser geschützt.
Wer in der Natur unterwegs ist, kann das Risiko eines Zeckenstichs mit einfachen Maßnahmen deutlich verringern. Experten empfehlen, beim Wandern lange Hosen, geschlossene Schuhe und langärmelige Oberteile zu tragen.
Helle Kleidung hilft dabei, Zecken schneller zu entdecken. Nach Ausflügen sollte der Körper gründlich abgesucht werden, besonders an warmen Stellen wie Kniekehlen, Achselhöhlen oder am Haaransatz. Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst schnell mit einer Pinzette entfernt werden.