Home Invasion – "ein Wunder", dass 55-Jährige überlebte

Bei einer Alarmfahndung konnten die beiden Tatverdächtigen geschnappt werden. (Symbolbild)
Bei einer Alarmfahndung konnten die beiden Tatverdächtigen geschnappt werden. (Symbolbild)Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Nach einem Überfall auf eine55-Jährige wird nun wegen Mordversuchs ermittelt. Das Opfer überlebte die blutige Home-Invasion nur knapp.

Laut Auskunft behandelnder Ärzte grenzt es "beinahe an ein Wunder", dass die 55-Jährige die brutale Messerattacke am 4. November überlebt hat. Mittlerweile ist die Burgenländerin aus dem Bezirk Oberwart außer Lebensgefahr, konnte sogar das Spital vor wenigen Tagen wieder verlassen. Schwerste Verletzungen und Zentimeter-tiefe Stichverletzungen am Rücken hatten mehrere Operationen erforderlich gemacht, die Behandlungen sind noch längst nicht abgeschlossen. Nun konnte sie aber erstmals einvernommen werden.

Wie berichtet, ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft nach dem brutalen Raub auf die 55-Jährige im Haus ihrer Tochter unter anderem wegen versuchtem Mord. Zwei dringend tatverdächtige Männer (44, 49) konnten zwar verhaftet werden, sie schweigen weiterhin zur Tat. Das sind die bisherigen Ermittlungsergebnisse:

Von langer Hand geplant

Laut Landespolizeidirektion dürfte die Tat von langer Hand geplant gewesen sein. Demnach ist aktuell davon auszugehen, dass die beiden nach wie vor in Haft befindlichen Oststeirer am 4. November 2021 gegen 13.00 Uhr gewaltsam in Raub- bzw. Tötungsabsicht in das ihnen bekannte Einfamilienhaus in Graz eindrangen. Dort schlugen sie der 55-Jährigen im Wohnzimmer mit einem harten Gegenstand, vermutlich dem mitgebrachten Baseballschläger, mehrmals wuchtig gegen den Hinterkopf.

In der Folge fügten sie der hilflosen Frau mehrere tiefe Stichverletzungen mit zwei langen Küchenmessern am Rücken zu und fesselten sie. Danach suchten die Männer nach Wertgegenständen im Haus, bevor sie samt Beute sowie dem Pkw des Opfers flüchteten.

Kleines Mädchen verletzt

Die ebenso im Wohnzimmer anwesende Dreijährige, auf welche das Opfer an diesem Tag aufgepasst hatte, musste die Tat mit ansehen. Das kleine Mädchen erlitt leichte Verletzungen am linken Auge. Diese dürften ihm im Zuge der Tathandlungen gegen die Oma ungewollt zugefügt worden sein. Das Kind konnte ambulant von einem Arzt behandelt werden.

Alarmfahndung erfolgreich

SRK-Beamte der Bereitschaftseinheit (BE) konnten den 49-jährigen Oststeirer im Rahmen einer Alarmfahndung rund zehn Kilometer vom Tatort entfernt schnappen. Wenige Stunden später nahmen Raub-Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Steiermark seinen Komplizen, einen 44-jährigen Oststeirer, fest. Beide Tatverdächtigen befinden sich seither in Haft.

Schläger wiedererkannt

Das Opfer erkannte die beiden Tatverdächtigen, welche bei der Tatausführung großteils unmaskiert waren, im Rahmen einer Lichtbild-Wahlkonfrontation eindeutig wieder. Auch einen Teil der Raubbeute stellten Ermittler bereits sicher. Die Männer machen jedoch, trotz des dringenden Tatverdachts, weiterhin von ihrem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch.

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