Hongkong: Polizist schoss Frau ins Auge

Die Proteste in Hongkong werden immer brutaler: Ein Polizist schoss einer Frau aus nächster Nähe mit einem Gummigeschoss ins Auge. Die Demonstranten werfen ihm versuchten Mord vor.
Der Zorn der Demonstranten in Hongkong richtet sich nicht länger nur auf die pro-chinesische Regierung und das Regime in Peking: Der Polizei wird ein immer brutaleres Auftreten vorgeworfen.

Am Sonntag schoss ein Polizist einer Frau mit einem Gummigeschoss aus nächster Nähe ins rechte Auge. Das Projektil durchschlug ihre Schutzbrille, zerstörte ihren Augapfel und ihr Augenlid und brach ihr den Oberkiefer. Ohne die Brille wäre sie vermutlich tot.

Die Demonstranten sprechen von versuchtem Mord und solidarisieren sich: Immer mehr kleben sich das rechte Auge zu. Am Montag wurde der Flughafen von Tausenden Menschen besetzt, alle Ankünfte und Abflüge wurden gestrichen.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Doch auch die Demonstranten werden gewalttätiger: Ein Polizist erlitt Verbrennungen, als seine Station mit einem Molotow-Cocktail beworfen wurde. Auch Ziegelsteine fliegen vermehrt auf Polizisten, die ihrerseits hart mit Schlagstöcken, Gummigeschossen und Tränengas durchgreifen. China lässt bereits an der Grenze demonstrativ Militär auffahren. (jm)

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