Honor 7: Der Smartphone-Hipster im Härtetest

Starker Prozessor, tolle Kamera und cleverer Akku: Der chinesische Smartphone Hersteller Huawei hat sein neuestes Flaggschiff seiner günstigen Tochtermarke Honor Ende August in London für den europäischen Markt vorgestellt. Mit tollen Features und einem unschlagbaren Preis sorgt der neue Hipster für mächtig Wirbel. Wir haben das Honor 7 mal genauer unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren getestet.

 

Design und Verarbeitung

Das Honor 7 hüllt sich komplett in ein edles Alluminum-Gehäuse. Durch die leicht abgerundeten Ränder liegt das Smartphone gut in der Hand und lässt sich dadurch leichter bedienen. Die Seiten beherbergen neben den klassischen Lautstärke-Tasten und dem Aus- bzw. Anschaltknopf, auch einen sogenannten "Smart-Key". Den Home-Button auf der Vorderseite haben die Hersteller komplett weggelassen. Auf der Rückseite befindet sich der sensible Fingerabdrucksensor, mit dem sich das Handy problemlos aus allen Winkeln schnell einschalten lässt - sehr praktisch für den Alltag. Zudem hat das Smartphone Platz für zwei Sim-Karten. Allerdings nutzt man dieses Feature in der Praxis aber nur in dringenden Fällen. 

Das Honor 7 im Test

Wer das Honor 7 das erste Mal in den Händen hält, merkt schnell: Das chinesische Unternehmen hat bei dieser Ausführung ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die technischen, sondern auch die optischen Details sprechen für den neuen Hipster am Smartphone-Markt. Bereits die Größe des chinesischen Smartphones ist ein wahrer Segen für die Augen und eine Vereinfachung die Bedienung. Zwar bringen zahlreiche Konkurrenten mittlerweile schon viel mehr als 1920x1080 Pixel auf dem Bildschirmen unter, doch glauben Sie mir: Man braucht nicht mehr als diese Auflösung auf einem 5,2 Zoll Display.

Honor warb bereits vorab mit seinem leistungsstarken Akku. Dies wollte ich auf Herz und Nieren testen und lud den 3100 Milliamperstunden starken Akku einmal komplett auf. Dank der Quick-Charge-Funktion war der Prozess binnen 90 Minuten abgeschlossen. Bei regelmäßiger Anwendung hielt der clevere Akku stolze drei Tage lang, bis er erneut komplett leer war. Die Laufzeit übertrifft seine Konkurrenten somit um Längen.

Lesen Sie weiter: Die Features im Praxis-Test

Großartige Features 

Das Honor 7 bietet nicht nur die klassischen Funktionen wie Play-Store, Memo, Kalender, Wecker und Video- bzw. Musik-App & Co., sondern auch neue Spielereien, die das Alltags-Leben mit dem Smartphone erleichtern sollen.

Fingerabdruck-Sensor

Allen voran der Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite: Er entsperrt das Handy schnell, kinderleicht und ohne Probleme. Auch Anrufe können durch den Scanner angenommen und Fotos ausgelöst werden. Die Gerüchte, dass der Sensor sensibel auf Hosentaschen reagiert, konnte ich bei diesem Test nicht feststellen. Fremde Personen, die mit Hilfe ihres Fingerabdrucks versuchten das Smartphone zu entsperren, scheiterten allerdings kläglich. Beruhigende Gewissheit!

Smart-Key 

Auf der linken Seite des Honor 7 ist ein kleiner Knopf namens "Smart-Key" angebracht. Durch einfacher, doppelter oder langer Druckdauer können unterschiedliche Apps programmiert und ausgeführt werden. In den Einstellungen wählt man diese nach belieben aus. Beim Praxis-Test habe ich bei einfacher Bedienung Facebook, bei doppelter Druckdauer Whatsapp und bei langer Betätigung Google Chrome installiert. Allerdings muss ich gestehen, dass man den "Smart Key" im Alltag nur selten in Verwendung hat, da die beliebten Apps auf dem Home-Bildschirm sofort sichtbar sind. Somit ist der Knopf einfach eine nette Spielerei, mehr aber nicht. 

Smart Controller

Sitzen Sie des Öfteren mit ihrem Partner/ihrer Partnerin vor dem Fernseher und müssen das Programm ihres Liebsten/Ihrer Liebsten unfreiwillig schauen? Dann wechseln Sie doch einfach mit ihrem Honor 7 das Programm. Mit der "Smart Control"-App können Sie Ihre Geräte in den eigenen vier Wänden ganz einfach bedienen. Die Funktion habe ich mit einem Samsung-Fernseher gekoppelt und muss leider zugeben, dass das Feature zwar funktioniert, das allerdings eher holprig. Die Verbindung zwischen den beiden Geräten bricht immer wieder ab. Eine Fernbedienung kann das Honor 7 daher nicht ersetzten. 

Verkleinerte Ansicht

Wer kennt das nicht: Man trägt schwere Einkaufstaschen und plötzlich bekommt man eine wichtige Nachricht, auf die man sofort antworten möchte. Leider hat man nur die linke Hand frei und der Bildschirm ist bei vielen Handys einfach zu groß, um es ordnungsgemäß bedienen zu können. In Zukunft lässt sie das Honor 7 in solchen Situationen aber nicht mehr im Stich und verkleinert den gesamten Bildschirm durch simples Wischen am unteren Bildschirmrand in das jeweilige untere Eck Ihrer Wahl. Diese "Wisch-Verkleinerungs-Funktion" habe ich bei einem Einkaufsbummel getestet und stellte schnell fest, dass ich dieses Feature auf keinen Fall mehr missen möchte. 

Kamera

Ein ganz besonderes Schmankerl bietet die 20 Megapixel Hauptkamera auf der Rückseite. Die Frontkamera für perfekte Selfies hat 5 Megapixel, und ist zusätzlich mit einem Blitz ausgestattet. Bei den ersten Fotoversuchen bei Abendlicht verzögerte sich das Auslösen um einige Sekunden und die entstandenen Bilder wurden unscharf. Ist das Licht heller, löst die Kamera aber blitzschnell aus. Auch im fahrenden Auto produziert die Kamera wackelfreie und gestochen scharfe Fotos, die mit unterschiedlichen Filtern verschönert werden können. 

Die Selfie-Cam auf der Vorderseite des Honor 7 ist eine nette Spielerei. Vor dem Auslösen kann man die Funktion "Verschönerung" einstellen, wodurch die Fotos aber so weich gezeichnet werden, dass sie jede Natürlichkeit verlieren. Allerdings bietet das Smartphone natürlich auch die Einstellung "Normal", wo die Bilder dann naturgetreu aufgenommen werden. Dank des Fingerabdruck-Sensors, mit dem man die Kamera auslösen kann, funktioniert das Selfie nun kinderleicht und wackelfrei. 

Lesen Sie weiter: Mein Fazit

Fazit

Nachdem ich jahrelang ein Apple-Nutzer war und mir kein anderes Smartphone als ein iPhone vorstellen hätte können, war ich vom neuen Honor 7 durchaus positiv überrascht. Auf den ersten Blick fiel mir sofort das elegante aber robuste Gehäuse auf, dass mit seinen Konkurrenten definitiv mithalten kann. Die Größe war anfangs etwas ungewohnt, da ich nur das iPhone 5s gewohnt war. Doch mit der Zeit gefiel es mir immer besser. Es liegt gut in der Hand und lässt sich einfach bedienen. Die Anwendungen werden schnell ausgeführt und funktionieren ohne Probleme. Einige Funktionen, die das Honor 7 aber mitbringt, habe ich so gut wie nie verwendet. Wie etwa den "Smart-Key", der, wie gesagt, nur eine nette Spielerei ist.

Einen großen Minuspunkt bekommt das Handy für die oben und unten angebrachten Kunststoffabdeckungen, hinter denen sich die Antennen für den Mobilfunk und das WLAN befinden. Da meine Ohren oder Haare diese Abdeckung beim Telefonieren unabsichtlich bedeckten, wurden einige meiner Telefonate vom Honor 7 ohne Vorwarnung beendet. 

Einen großen Pluspunkt erhält der unglaubliche Akku. Im Gegensatz zum iPhone, wo der Akku maximal einen Tag bei regelmäßiger Anwendung hält, konnte ich das Honor 7 drei Tage durchgehend verwenden, ohne es aufzuladen. 

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich mir das Honor 7 auch selbst privat gut vorstellen könnte. Es ist ein tolles, leistungsstarkes Handy, dass alle wichtigen Funktionen mitbringt. Das großartigste Zuckerl ist aber der Preis. Das komplette Gesamtpaket, mit grandiosem Display, hochwertige Auflösung, langer Akkulaufzeit, gute Hardware und tollen Features ist um 349 Euro in den Farben weiß, grau und schwarz im Fachhandel erhältlich. Einfach TOP! 

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