"Die Entscheidung von..."

Horner spricht über Marko-Rolle bei Red-Bull-Rauswurf

Der ehemalige Teamchef Christian Horner spricht über sein Aus bei Red Bull. Und die Rolle, die Helmut Marko dabei hatte.
Sport Heute
24.02.2026, 18:29
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Horner führte den österreichischen Rennstall seit dem Formel-1-Einstieg von Red Bull im Jahr 2005. Unter dem Briten holte das Team alle acht Fahrer- und alle sechs Konstrukteurs-WM-Titel. Doch Anfang Juli 2025 war Schluss. Das Team des Energydrink-Giganten setzte Horner vor die Tür. Dem Briten war die sportliche Erfolglosigkeit – Red Bull fuhr zu Saisonbeginn nur hinterher – zum Verhängnis geworden.

Genauso wie der teaminterne Machtkampf mit dem sogenannten "österreichischen" Red-Bull-Flügel rund um Helmut Marko, mittlerweile ebenso nicht mehr beim Team, sowie Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz und nicht zuletzt dem Lager rund um Star Max Verstappen. Letztendlich hatte auch der Red-Bull-Mehrheitseigentümer Chalerm Yoovidhya die schützende Hand von Horner gezogen. Der Brite stand ohnehin seit dem Aufkommen der schweren Vorwürfe einer engen Mitarbeiterin im Frühjahr 2024 im Rampenlicht. Da hatte die Yoovidhya-Familie Horner noch gestützt.

Horner spricht über Marko-Rolle

Im Juli kam es dann anders. Das Team setzte den mittlerweile 52-Jährigen vor die Tür. "Ich hatte ein Gefühl von Verlust und Verletzung. Das kam ziemlich plötzlich", sprach der Brite nun in der neuen Staffel von "Drive to Survive" bei Netflix. "Ich hatte nicht die Chance, mich richtig zu verabschieden. Ich hätte nie gedacht, in dieser Situation zu sein", erzählte Horner.

Wer dahinter steckt, ist für Horner klar: "Verstappens Vater war nie mein größter Fan, er hat sich offen über mich geäußert. Aber ich glaube nicht, dass die Verstappens in irgendeiner Weise verantwortlich waren. Ich denke, es war die Entscheidung von Oliver Mintzlaff, bei der Helmut Marko beratend am Rand stand", meinte Horner. Der Rauswurf des langjährigen Teamchefs kostete dem Energydrink-Giganten jedenfalls eine enorme Stange Geld. Von einer rund 90 Millionen Euro schweren Abfindung ist die Rede.

"Scheiß auf die"

Letztendlich hätten sich "die Dinge verändert", erklärte der Brite. Dies sei vor allem nach dem Tod von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz klar geworden. "Ich wurde wahrscheinlich als jemand angesehen, der zu viel Kontrolle hatte", reflektierte Horner. Tatsächlich hatte der 52-Jährige viel Macht im Rennstall auf sich fokussiert, fest die Zügel in der Hand.

Der Rauswurf traf ihn jedenfalls schwer: "Natürlich ist die erste Reaktion so etwas wie: Scheiß auf die! Mir wurde etwas genommen, das habe ich mir nicht ausgesucht. Etwas, das mir sehr wichtig war", erzählte Horner. Und ergänzte: "Ich habe alles für mein Team gegeben, für die Menschen, die ich vertreten habe. Aber meine Leistung in dieser Saison war nicht so gut wie sonst."

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.02.2026, 18:29
Jetzt E-Paper lesen