"Es ist einfach eine Katastrophe", berichtet Rainhard G. (26). Der engagierte Linzer wohnt schon sein ganzes Leben im Stadtteil Urfahr. Jetzt wandte er sich hilfesuchend an "Heute". Denn: Eine Kreuzung ist dem besorgten Bürger seit Jahren ein Dorn im Auge. Er sieht in der Schnittstelle ein enormes Sicherheitsrisiko.
Worum geht es genau? Im Kreuzungsbereich Hauptstraße/Freistädter Straße herrscht Chaos: "Gefühlt 80 Prozent der Leute kennen sich hier nicht aus", erklärt der 26-Jährige seine Beobachtungen.
Die Hauptgründe: Vorrang geben in der Rosenauerstraße und ein Stoppschild in der Knabenseminarstraße. "Bei der Stopp-Tafel schieben sie teilweise so weit raus, dass es gefährlich wird. Währenddessen kommt der von rechts, der mit der Vorrangtafel, auch schon raus, weil er auch endlich fahren will."
Der Durchzugsverkehr mache das Problem der komplizierten Kreuzung nur noch schlimmer: "Entweder man fetzt ultra-schnell drüber, oder man muss extrem lange warten", erklärt Rainhard. Der Gelegenheits-Autofahrer meidet den Bereich, wann immer er kann – übrigens auch zu Fuß.
Im Kreuzungsbereich gibt es insgesamt vier Zebrastreifen. Auch, wenn Rainhard die Übergänge grundsätzlich gut findet, sieht er darin ein weiteres Sicherheitsrisiko: "Manchmal werden Leute fast angefahren."
Was noch erschwerend dazu kommt: Aktuell befindet sich in dem Bereich das Übergangsquartier des Landeskindergartens. Sprich: Auch die Kleinsten sind dort schon unterwegs. Zudem ist direkt nebenan eine Apotheke untergebracht, die häufig von älteren Menschen besucht wird.
„Ich verstehe einfach nicht, warum da keine Ampel sein kann.“Rainhard G. (26)Besorgter Anrainer aus Linz-Urfahr
Alles in allem sei es "eine absolute Horror-Kreuzung". Dabei wäre die Lösung laut dem jungen Mann ganz einfach: "Ich verstehe einfach nicht, warum da keine Ampel sein kann."
Auf Anfrage hieß es aus dem Büro des zuständigen Vizebürgermeisters Martin Hajart (ÖVP) dazu: "Grundsätzlich wird diese Kreuzung regelmäßig als vermeintlich unübersichtlich gemeldet." Das habe tatsächlich aber eine positive Auswirkung: "Dadurch ist ein sehr rücksichtsvolles und defensives Fahren zu beobachten."
Es wird betont, dass die Kreuzung sowohl laut Behörde als auch Polizei keine Unfallhäufungsstelle darstelle. Ad-hoc sei deshalb aus Sicht der Stadt keine Veränderung nötig: "Dennoch werden mögliche Umbauvarianten auch Teil des im Dezember extern beauftragten Verkehrskonzept für Urfahr West sein."