Ein heftiger Dachstuhlbrand in einem Gästehaus eines Hotels in Werfenweng (Pongau) hat am Freitag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Flammen schlugen beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits aus dem Dach, ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude stand im Raum.
Die Einsatzstelle lag exponiert oberhalb des Ortszentrums, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte. In dem betroffenen Bereich stehen mehrere Objekte dicht beieinander, darunter ein Haupthaus, ein Wirtshaus und ein Stall.
Dennoch gelang es den Einsatzkräften, eine Ausbreitung der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern.
Besonders herausfordernd war die Wasserversorgung. Die vorhandenen Tanklöschfahrzeuge reichten nicht aus, um den Brand ausreichend zu bekämpfen. Deshalb mussten zusätzliche Wasserquellen erschlossen werden.
Die Feuerwehr legte laut Bericht Leitungen zu einer Beschneiungsanlage der Bergbahnen sowie zu einem nahegelegenen Bach. So konnte der Löschwassermangel ausgeglichen werden. Das Wasser wurde über eine Strecke von rund 700 bis 800 Metern und etwa 200 Höhenmeter zur Einsatzstelle gepumpt.
Während der Löscharbeiten wurde das Dach teilweise geöffnet und abgetragen, um versteckte Brandherde zu erreichen. Mithilfe von Wärmebildkameras und einer Drohne konnten Glutnester lokalisiert werden.
Das betroffene Gästehaus war zum Zeitpunkt des Feuers unbewohnt, die Gäste befanden sich noch auf der Anreise. Verletzte gab es keine. Der Einsatz dauerte bis in den späten Nachmittag, anschließend wurde eine Brandwache eingerichtet.
Die Ursache des Feuers ist derzeit noch ungeklärt. Laut Einsatzkräften hatte es im Herbst bereits eine Übung der Feuerwehr in dem abgelegenen Objekt gegeben.