Die Salzburger Stieglbrauerei zieht die Reißleine. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage wird sich das Unternehmen von Teilen seiner Logistik trennen, dsa berichtet der ORF. Betroffen sind die Standorte Asten in Oberösterreich sowie Wörgl und Inzing in Tirol.
Die Standorte in Asten und Wörgl sollen verkauft werden, für den Standort Inzing wird ein Mieter gesucht. Die meisten Mitarbeiter sollen laut Unternehmen von Logistikpartnern übernommen werden. Trotzdem schließt Stiegl Kündigungen nicht aus. Sozialpläne seien vorgesehen.
Stiegl-Geschäftsführer Herbert Bauer hatte bereits im vergangenen Herbst angekündigt, auf die schwierige Entwicklung reagieren zu müssen. "Wenn es nicht so läuft, wie man es sich wünscht, ist es wichtig, dass man darauf reagiert", sagte er damals.
Obwohl die Brauerei in Salzburg-Maxglan seit Jahren Rekordmengen an Bier produziert, schreibt das Unternehmen rote Zahlen. 2025 lag der Verlust bei 5,2 Millionen Euro, im Jahr davor bei 3,8 Millionen Euro.
Als Hauptgrund nennt Stiegl den deutlichen Rückgang des profitableren Geschäfts mit Gastronomiebetrieben. Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Teuerung hätten diesen Bereich stark belastet.
Zwar verkauft die Brauerei heute mehr Bier über den Lebensmittelhandel, dort ist der Konkurrenzdruck jedoch groß. Rabatte und Preiskämpfe drücken die Erträge - und zwingen das Unternehmen nun zu weiteren Sparmaßnahmen.