Um 12,7 Millionen Euro

Porsche vor Schlössl-Verkauf – Uni will Millionen-Villa

Wolfgang Porsche könnte sein umstrittenes "Paschinger Schlössl" bald verkaufen. Die Universität Salzburg hat Interesse an der Millionen-Villa.
Newsdesk Heute
28.06.2026, 21:21
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Für Wolfgang Porsche könnte das Kapitel rund um das "Paschinger Schlössl" bald endgültig abgeschlossen sein. Denn ausgerechnet die Universität Salzburg hat nun Interesse an jener Luxusimmobilie angemeldet, die der Unternehmer nach jahrelanger Kritik wieder verkaufen will. Darüber berichtet die deutsche "Bild".

Porsche hatte das historische Anwesen am Salzburger Kapuzinerberg im Jahr 2020 erworben und aufwendig sanieren lassen. Für Diskussionen sorgten danach Pläne für einen rund zehn Millionen Euro teuren Tunnel, der direkt bis zur Villa führen sollte. Das Vorhaben löste heftige Proteste aus. Schließlich entschied sich der Milliardär, die Residenz zum Verkauf anzubieten.

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Schlössl soll öffentlich zugänglich werden

Nun könnte die Universität Salzburg den Zuschlag erhalten. Sie hat öffentlich ihr Interesse am Kauf der rund 12,7 Millionen Euro teuren Liegenschaft bekundet. Ziel sei es, das Anwesen künftig der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Gespräche mit dem Bund über eine mögliche Zwischenfinanzierung laufen bereits.

Für Rektor Bernhard Fügenschuh hat das "Paschinger Schlössl" auch eine besondere kulturelle Bedeutung. Zwischen 1918 und 1937 lebte dort der Salzburger Schriftsteller Stefan Zweig, der bis heute eng mit der Stadt verbunden ist.

"Tunnelbau steht nicht zur Debatte"

Eines stellt der Rektor bereits klar: "Ein Tunnelbau ist bei uns nicht im Fokus und steht auch nicht zur Debatte."

Zu den Protesten rund um Wolfgang Porsches Tunnelpläne hält sich Fügenschuh bedeckt. Gegenüber der "Bild" sagt er: "Da ich kein Salzburger bin, war das weit außerhalb meiner Zuständigkeit und inhaltliche Einmischungsmöglichkeit. Ich habe da überhaupt keine Berührung zu diesem Thema."

Erste Gespräche bereits aufgenommen

Nach seinen Angaben wurden bereits erste Kontakte zum Makler und zur Familie Porsche aufgenommen. "Es braucht schon einen Vorlauf, weil wir keine private Einrichtung, sondern eine öffentliche Einrichtung sind. Nach österreichischem Recht müssen wir gewisse Schritte einhalten und da sind wir gerade dabei das aufzulösen."

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