Brisante Meldung um die Stefan-Zweig-Villa am Salzburger Kapuzinerberg: nachdem Besitzer Wolfgang Porsche diese zunächst um stolze 12,7 Millionen Euro verkaufen wollte, machte jetzt eine interessante Online-Anzeige die Runde.
"Nach meiner ersten weinerlichen Trotzreaktion, wir Überreiche werden schließlich von der Neidgesellschaft verfolgt, habe ich den Verkauf im Affekt und meine Opferrolle hinterfragt", hieß es darin. Laut der Anzeige soll Porsche sein Anwesen nun zum Nulltarif abgeben wollen, berichtet die "Krone". Interessenten sollen sich bei ihm melden.
"Ich bin nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass diese Schenkung zwar nur ein kleiner, aber notwendiger Schritt ist, um historischer Verantwortung gerecht zu werden", heißt es in der Anzeige weiter.
Wer denkt, dass dies zu schön klingt, um wahr zu sein, behält jedoch recht. Die Anzeige wurde nicht vom Besitzer selbst erstellt. Jemand hat sich lediglich als Wolfgang Porsche ausgegeben und das Angebot ins Netz gestellt. Die Anzeige wurde nach einigen Stunden wieder gelöscht.
Somit bleibt es wohl beim ursprünglichen Kaufpreis von 12,7 Millionen Euro. Die Villa verfügt über zwölf Zimmer auf 616 Quadratmetern, dazu kommt ein 7.816 Quadratmeter großer Garten.
Der 83-Jährige möchte das Anwesen offenbar aufgrund des "Superreichen-Bashings" in der Landeshauptstadt verkaufen. Auch der Kampf um den schlussendlich doch bewilligten Tunnel dürfte einen Einfluss genommen haben.
Für Gegner des umstrittenen Tunnelprojekts bringt der nunmehrige Verkauf allerdings keine Entwarnung. Der künftige Eigentümer könnte den Tunnel somit auf eigene Kosten bauen lassen.