Die Hitzewelle trifft Salzburg mit voller Wucht – und sorgt nun sogar für ein ungewöhnliches Bild: Selbst Sommerfeste werden abgesagt. In Mattsee wurde ein für das Wochenende geplantes zweitägiges Stadtfest am Marktplatz kurzfristig gestrichen.
Grund dafür sind die extremen Temperaturen, die laut Prognosen teils deutlich über 30 Grad steigen und am Höhepunkt der Hitzewelle sogar bis zu 38 Grad erreichen können. Die Veranstaltung hätte jeweils von 11 bis 22 Uhr stattgefunden – mitten in der größten Mittagshitze.
Organisatorin Enikö Flörl reagierte laut der "Kronen Zeitung" sofort auf die Wetterdaten und kontaktierte die Gemeinde. Ausschlaggebend war vor allem die Sorge um die Gesundheit aller Beteiligten.
"Wir sind traurig über die Absage, aber es geht nicht anders. Ich will keinesfalls die Rettung rufen müssen, weil jemand umkippt – egal ob Gast oder Arbeiter."
Neben dem Risiko für Besucherinnen und Besucher spielten auch die Arbeitsbedingungen für das Personal eine zentrale Rolle. Besonders das Team, das beim Grillen eingesetzt gewesen wäre, wäre der extremen Hitze direkt ausgesetzt gewesen. Auch Musiker hätten Bedenken geäußert, da der Marktplatz ohne ausreichende Schattenplätze kaum erträglich sei.
"Das ist bei dem Wetter zu gefährlich – auch für unsere Mitarbeiter, die noch dazu gegrillt hätten"
Auch aus der Gemeinde kommt Verständnis für die drastische Entscheidung. Bürgermeister Michael Schwarzmayr verweist laut der "Kronen Zeitung" darauf, dass sich bei solchen Temperaturen erfahrungsgemäß ohnehin viele Menschen lieber ins kühle Wasser zurückziehen als auf heiße Plätze in der Sonne. "Die Entscheidung muss zwar jeder für sich treffen, aber ich glaube, dass sich bei mehr als 30 Grad Celsius keiner auf den Marktplatz setzen wird."