Für einen 41-jährigen Salzburger, der bereits wegen Vergewaltigung verurteilt wurde und derzeit eine Haftstrafe verbüßt, hat am Donnerstag der nächste Prozess am Landesgericht begonnen. Die Anklage wirft ihm weitere schwere Sexualdelikte gegen seine frühere Freundin vor. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis.
Die Vorwürfe wiegen schwer: Laut Anklage soll der Mann von seiner damaligen Partnerin verlangt haben, betrunkene junge Frauen vom Hanuschplatz in der Landeshauptstadt zu ihm zu bringen. Ziel sei gewesen, diese zu vergewaltigen und zur Prostitution zu zwingen.
Als die Frau dies nicht getan habe, sei sie laut den Vorwürfen selbst zum Opfer geworden. Dem 41-Jährigen wird vorgeworfen, seine frühere Freundin zweimal missbraucht zu haben. Darüber hinaus soll er sie im Internet für sexuelle Handlungen angeboten, zur Prostitution gezwungen und die dabei erzielten Einnahmen selbst einbehalten haben.
Im Verfahren spielte auch die psychische Verfassung der Frau eine zentrale Rolle, wie der ORF berichtet. Ein Gerichtsgutachter stufte die Aussagen des mutmaßlichen Opfers als glaubwürdig ein. Zudem äußerte er erhebliche Sorgen über die langfristigen Folgen der Taten. Ob die Frau aufgrund der psychischen Spätfolgen jemals wieder arbeiten könne, sei fraglich. Nach Einschätzung des Experten werde sie vermutlich ihr Leben lang unter den Erlebnissen leiden. Die Auswirkungen seien mit einer chronischen Erkrankung oder einer schweren Körperverletzung vergleichbar.
Der Angeklagte weist sämtliche Vorwürfe zurück. Das Urteil: 12 Jahre Haft für den einschlägig Vorbestraften.