Im schwedischen Härnösand soll am Dienstag das Urteil gegen einen 61-Jährigen fallen, der seine Frau zu bezahltem Sex mit etwa 120 Männern gezwungen haben soll. Die Anklage wirft dem Schweden schwere Zuhälterei, acht Fälle von Vergewaltigung sowie Körperverletzung vor.
Er soll seine Frau im Internet für bezahlten Sex angeboten und damit in den Jahren 2022 bis 2025 mehr als 500.000 schwedische Kronen (46.000 Euro) verdient haben.
Der Fall hat in Schweden für Fassungslosigkeit und für Vergleiche mit den Verbrechen gegen die Französin Gisèle Pelicot gesorgt. Um seine Frau gefügig zu machen, bedrohte der Angeklagte sie laut Anklage und machte sie von Drogen und Alkohol abhängig.
Die von der Staatsanwaltschaft als "schutzbedürftig" beschriebene Ehefrau hat eine Entschädigung von umgerechnet rund 100.000 Euro gefordert. Wegen des Ausmaßes des Falls war die ursprünglich für vergangenen Mittwoch geplante Urteilsverkündung um ein paar Tage verschoben worden.