"Wer war der Verrückte..."

Maria (21) schickte vor Todes-Sturz noch eine Nachricht

Maria (21) wollte sich einen Traum erfüllen. Wenige Stunden später war die Studentin tot. Vor der Bungee-Tragödie veröffentlichte sie noch ein Foto.
André Wilding
16.06.2026, 20:38
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Ein Foto, ein scherzhafter Satz und ein Warnschild mit Totenkopf - mehr blieb von Marias letzten Stunden in den sozialen Medien zurück. Kurz vor ihrem tödlichen Sturz veröffentlichte die 21-Jährige ein Bild von der Ponte do Esqueleto in Brasilien.

Dazu schrieb sie: "Wer war der Verrückte, der mich herkommen ließ, um von einer Brücke zu springen?" Es sollte ihr letzter Beitrag sein.

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"Das Seil! Leute, das Seil!"

Die junge Frau aus dem Großraum São Paulo wollte an diesem Tag einen Pendelsprung wagen. Statt eines unvergesslichen Abenteuers endete der Ausflug jedoch in einer Katastrophe. Beim Sprung war kein Sicherungsseil an ihrem Körper befestigt. Maria stürzte ungebremst in die Tiefe.

Videos, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden, zeigen die dramatischen Sekunden. Während die 21-Jährige fällt, ist im Hintergrund ein entsetzter Ruf zu hören: "Das Seil! Leute, das Seil!"

Zeuge: "Ich hatte großes Glück"

Nun wird ein weiteres Detail bekannt. Wie das Portal globo.com berichtet, wäre Maria laut einem Zeugen ursprünglich gar nicht an der Reihe gewesen. Higor F. erklärte: "Ich hatte großes Glück. Eigentlich hätte ich es sein sollen." Weil er verspätet angekommen sei, rückte Maria in der Warteschlange vor und sprang vor ihm.

Die 21-Jährige stammte aus Jandira im Bundesstaat São Paulo. Medienberichten zufolge studierte sie Sportpädagogik und Sportmanagement und arbeitete in einem Fitnessstudio. Auf ihren Social-Media-Kanälen teilte sie regelmäßig Beiträge über Sport und Bewegung. Außerdem galt sie als Anhängerin des Fußballklubs Santos FC.

Drei Männer in Haft

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen mittlerweile drei Männer im Alter von 27, 32 und 42 Jahren. Sie sollen für die Durchführung des Sprungs und die Sicherheitskontrollen verantwortlich gewesen sein.

Die Mitarbeiter erklärten nach ihrer Festnahme, sie hätten einen "Blackout" gehabt.
Polizei

Gegen sie wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Nach Angaben brasilianischer Medien befinden sie sich in Haft.

Laut globo.com soll ein Mitarbeiter ausgesagt haben, dass die Aufgaben bei Vorbereitung und Kontrolle der Ausrüstung innerhalb des Teams aufgeteilt gewesen seien. Wer unmittelbar vor dem Sprung die letzte Sicherheitskontrolle hätte durchführen müssen, könne heute niemand mehr genau sagen. Sie hätten einen "Blackout" gehabt.

Inzwischen wurde Maria in ihrer Heimatstadt Jandira beerdigt. Familie und Freunde nahmen bei einer Totenwache Abschied von der jungen Studentin.

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