Bungee-Seil vergessen

"Hatten Blackout" – Männer warfen Maria (21) in den Tod

Eine 21-jährige Studentin kam bei einem "Rope-Jumping"-Sprung in Brasilien ums Leben. Mitarbeiter hatten das Seil vergessen – nun gibt es Festnahmen.
André Wilding
15.06.2026, 10:38
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Was als spektakulärer Adrenalinkick geplant war, endete in einer tödlichen Katastrophe. In der brasilianischen Stadt Limeira verlor eine 21-jährige Studentin namens Maria bei einem "Rope-Jumping"-Sprung ihr Leben, nachdem sie aus großer Höhe von einer Brücke gestürzt war.

Nach bisherigen Ermittlungen soll die junge Frau davon ausgegangen sein, ordnungsgemäß gesichert zu sein. Doch offenbar fehlte genau jene Sicherung, die ihr Leben hätte schützen sollen.

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"Das Seil! Leute, das Seil!"

Während des Unglücks soll noch ein verzweifelter Ruf zu hören gewesen sein: "Das Seil! Leute, das Seil!" Für die Studentin kam jede Hilfe zu spät.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen drei Männer im Alter von 27, 32 und 42 Jahren, die den Sprung organisiert haben sollen. Nach dem tödlichen Vorfall entfernten sie sich vom Unfallort. Inzwischen wurden sie festgenommen und befinden sich laut globo.com wegen des Verdachts des Totschlags in Haft.

Nach Angaben ihres Anwalts soll die Gruppe nicht für ein offiziell registriertes Unternehmen gearbeitet haben. Das Springen von der Brücke sei jedoch bislang geduldet worden. Warum die Sicherung fehlte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Gegenüber der Polizei sollen die Beschuldigten angegeben haben, einen "Blackout" gehabt zu haben.

Die Mitarbeiter erklärten nach ihrer Festnahme, sie hätten einen "Blackout" gehabt.
Polizei

Auch die örtlichen Behörden befassen sich mit den Umständen rund um die Brücke. Nach Angaben der Stadt liegt die Zuständigkeit für die Anlage beim brasilianischen Staat.

Bürgermeister Murilo Félix fordert eine umfassende Untersuchung. "Neben den Umständen, die zum Tod der jungen Frau geführt haben, muss auch die Verantwortung für das Fehlen einer Zugangskontrolle zu einem Bundesgelände untersucht werden, das seit Jahren bekannte Risiken birgt und weiterhin nicht über die notwendigen Schutzmaßnahmen verfügt."

"Mord"

Laut dem Bürgermeister seien bereits seit längerer Zeit zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gefordert worden. Diese seien jedoch nicht umgesetzt worden.

"Leider hat dieses Versäumnis des Bundes nun zu einer weiteren Tragödie in Limeira geführt." Der Politiker sprach in diesem Zusammenhang von "Mord" und verwies darauf, dass es an der Brücke bereits in der Vergangenheit tödliche Vorfälle gegeben habe.

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